Was man über den Galopp wissen sollte

Tempo

Im Galopp kann ein Pferd mit bis zu 70  Stundenkilometern unterwegs sein.

 

Dreitakt

Der Galopp ist ein Dreitakt in sechs Phasen, bei dem das Pferd jeweils einen Moment der freien Schwebe hat.

Die Bewegung, die ein Pferd im Galopp macht, nennt man Sprünge.

 

ABLAUF

Den Ablauf habe ich euch in dem Bild unter diesem Text in den einzelnen Phasen dargestellt.

Tempi

Es gibt vier verschiedene Arten Galopp zu reiten

– Arbeitsgalopp

-Mittelgalopp ( ab Klasse A/L) ( Vorstufe dazu Sprünge verlängern)

-Versammelter Galopp ( ab Klasse L)

-Starker Galopp ( ab Klasse M)

Häufigste Fehler

 

Natürlich steht auch im Galopp die Erhaltung des Taktes an oberster Stelle.

Das heißt,  das Gleichmaß bleibt  immer erhalten, egal ob auf der Geraden, in der Wendung, in den Seitengängen.

Kreuzgalopp ist einer der am einfachsten erkennbaren Fehler im Galopp

Auch unerwünschter Außengalopp ist ein Fehler.

 

Auf dem Bild oben ist der Linksgalopp in seinen sechs Phasen dargestellt. Im Rechtsgalopp ist das Ganze natürlich genau andersrum.

Auch in der Gangart Galopp möchte ich mich am Turniersport orientieren.

 

Ab dem Reiterwettbewerb wird der Galopp gefordert.

Zu Beginn reitet man noch Arbeitsgalopp auf einfachen Linien wie z.B. Zirkel.

In der E-Dressur wird der Arbeitsgalopp auf dem Zirkel und auch schon mal auf einer langen Seite Ganze Bahn gefordert.

Ab der Klasse A reitet man den Arbeitsgalopp auf dem Zirkel, Ganze Bahn oder auch schon mal auf der Diagonalen mit einem Übergang zum Trab oder Schritt bei X oder am Ende der Diagonalen.

Es wird alternativ aus dem Schritt oder aus dem Trab angaloppiert.

Auch im Galopp hat man, wie im Trab, das Sprünge verlängern als Vorstufe zum Mittelgalopp eingeführt.

Auch hier soll das Pferd sich im Rahmen erweitern, das heißt, die Sprünge gewinnen mehr Boden. Hat ein Galoppsprung im Arbeitsgalopp noch rund 3 m, so soll man im Sprünge verlängern diese Zahl vergrößern.

Eine gute Kontrolle für den Reiter, ob man wirklich die Sprünge verlängert hat, ist, mal die Galoppsprünge zu zählen.

Z.B. an einer langen Seite von Zirkelpunkt zu Zirkelpunkt.

Erst zählt  man, wie viele Galoppsprünge man im Arbeitsgalopp macht, dann versucht man im Sprünge verlängern rund einen Galoppsprung weniger für denselben Weg zu brauchen.

Dasselbe Spiel geht dann natürlich auch mit dem verkürzen. Genau dieses Sprünge bewusst verlängern oder verkürzen können brauchen wir ja später auch im Parcours.

 

Ab der Klasse A wird dann aber auch schon der Mittelgalopp gefordert.

Zur Überprüfung der Selbsthaltung und Logelassenheit dient das Überstreichen im Galopp mit einer oder mit beiden Händen, meist auf der Zirkellinie.

Ab der Klasse L wird der Versammelte Galopp gefordert.

Das heißt, das Pferd verkürzt sich im gesamten Körper, es bekommt mehr Spannung.

Das Hinterbein nimmt mehr Last auf und springt deutlich unter den Schwerpunkt. Als Folge dessen, kommt das Pferd vermehrt in die Bergaufbewegung, das heißt, der Hals richtet sich mehr nach vorne-oben auf.  Das Genick ist immer noch der höchste Punkt, die Stirn noch vor der Senkrechten.

Im versammelten Galopp hat das Pferd mehr Spannung, die nicht in Verspannung umschlagen darf.

Einfache Wechsel, das angaloppieren aus dem Schritt  sind jetzt gefordert, ebenso die Übrgänge vom Mittelgalopp zum versammelten Galopp und umgekehrt.

Auch der Außengalopp gehört nun dazu.

Die einzelnen Lektionen der verschiedenen Klassen  nehme ich aber in einem weiteren Blog auseinander.

Ab der Klasse M werden dann die fliegenden Galoppwechsel gefordert, später kommen auch noch die Seitengänge im Galopp, sowie Pirouetten und Serienwechsel dazu.

Ihr seht also, der Galopp ist eine vielfältige Gangart in der man von der Klasse E bis hin zur schweren Klasse immer wieder vor neue Aufgaben und Herausforderungen gestellt wird, die aber wie immer nur erreichbar sind, wenn die Basisarbeit, nämlich der korrekte Arbeitsgalopp, die korrekte Anlehnung und die Beachtung der Skala der Ausbildung stimmen.

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