Jetzt ist unser Pauli schon rund 6 Wochen in Rente.
Er steht ca. 1 Stunde von uns entfernt und so können wir ihn jederzeit besuchen.

 

Paul hat momentan noch eine eigene Box, damit sichergestellt ist, dass er seine Medikamente frisst, die so langsam abgesetzt werden. Die Sehne wird jeden Tag kontrolliert, damit man eine Verschlechterung sofort erkennen könnte und reagieren könnte. Tagsüber geht er dann mit seinem neuen Freund auf die Koppel, nachts wohnt er in der Box. Das ist jetzt mal der momentane Plan.

Der neue Freund hat es nicht leicht mit Paul. Der kleine Fetz ist frech wie eh und je, und fühlt sich so gar nicht als Senior. Aber er trägt es mit Fassung und denkt: „Irgendwann wird sich das verrückte Pony auch beruhigen“
Als wir kamen haben wir ihn von der Koppel geholt. Solange er noch nicht in einer Herde ist, können wir das noch machen. Ein bisschen putzen, ein bisschen tüddeln und ein Spaziergang stand auf dem Plan.

Aber Spaziergang ist gar nicht so einfach. Wir haben es ganz kurz bereut keine Trense dabei zu haben. Paul  hält nämlich nicht so viel von gesitteter Bewegung, das hat er ja noch nie, das hat sich auch nicht geändert.

 

Erst haben wir einen Teil der Jungpferde auf einer anderen Koppel besucht, dann sind wir zu einem kleinen Angelsee gelaufen. Den fand Paul echt gruslig.

Als wir da so zu zweit am Strick hingen um den Wildfang an den Anglern vorbeizuführen, meinte einer: “ Na, der ist wohl noch jung, der hat noch nicht so viel gesehen in seinem Leben, das lernt der auch noch“ Äh. nein. Der ist nicht mehr jung. Nur verrückt. Aber so lieben wir ihn und so wird er hoffentlich immer bleiben, auch wenn er 30 ist.

 

 

 

 

Glücklich und erleichtert darüber, dass es unserem Paul so gut geht, konnten wir uns wieder auf den Heimweg machen. Es ist schön, wenn man sich auf den nächsten Besuch bei ihm freuen kann, gleichzeitig aber weiß, dass es ihm auch gut geht, wenn man nicht da ist.

 

 

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