Campino 309

Campino 309

Unser Pony Campino, genannt Paul kam im Juli 2012 zu uns. Wir hatten fast 6 erfolgreiche Jahre im Sport mit ihm, bevor wir ihn im Mai diesen Jahres auf die Rentnerkoppel verabschiedeten. Wir hoffen für ihn, dass er dort noch viele schöne Jahre verbringen kann und sein Rentnerleben in vollen Zügen genießt. Er steht rund eine Autostunde von uns entfernt, so dass wir ihn regelmäßig besuchen können und ihr auch weiterhin noch mit Bildern von ihm versorgt werdet.


Warum wir noch ein Pony gesucht haben?

Zum damaligen Zeitpunkt war es für Nathalie an der Zeit sie aus dem Sport zunehmen und unser Mr.Knister war erst 6.

Knisti leistete eine tolle Arbeit, aber die Anforderungen waren mir für so ein junges Pony zu hoch. Als Regionalkadermitglied standen Nina aber sehr viele Türen offen, von Goldene Schärpe über Marbach, Bundesnachwuchschampionat, Deutsche Meisterschaft, Eurosichtungen usw. und so suchten wir nach einem Pony, das unseren Mr.Knister unterstützen kann um ihn nicht zu überfordern.

Und so fanden wir unseren Pauli. Mit der Hilfe von Oma konnten wir noch ein weiteres Pony kaufen. Danke an dieser Stelle an meine Mutter, die uns das erst ermöglicht hat.

Von Privat, weil das Mädchen zu groß wurde und schon auf des Großpferd umgestiegen war, konnten wir unseren Paul kaufen und gleich mit nach Hause nehmen. Und da ist und bleibt er jetzt und wird bei hoffentlich auch alt werden können.

Als wir Paul gesucht und gefunden haben, war er 13 Jahre alt und bis dahin E und A-Springen, sowie Vielseitigkeit gelaufen.


Pauli kam mitten in der Turniersaison zu uns, war voll im Training und so startete er gleich durch. Schon nach zwei Wochen ging er mit aufs Nachwuchschampionat nach Warendorf.

Knisti war zwar auch dabei, aber nur zum trainieren, da er kurze Zeit später die Quali für das Bundeschampionat hatte.

Wir hatten keine Ahnung, was dort auf uns zu kommt, hatten wir doch noch nicht mal wirklich mit Pauli trainiert. Die ehemaligen Besitzer waren aber auch da und gaben uns noch ein paar Tipps mit auf den Weg.



So beendetete Nina mit Paul ihr erstes gemeinsames Gelände ohne vorheriges Training mit einer 7,8.

Im Springen waren sie schon mit 8,irgendwas platziert, nur an der Dressur mussten wir noch ein bisschen arbeiten. Eine 7,0 ist in Warendorf einfach nicht gut genug, aber wir standen ja erst am Anfang. Super zufrieden konnten wir unser erstes Turnier mit Paul beenden und uns zuhause nun dem Trainig widmen.

 

Weiter ging es mit der Landeskadersichtung in Altensteig, bei der unser Paul eine tolle Dressur lief und sich als 3. hinter dem Europameister Andy und dem Deutschen Meister Mac Mathieu platzieren konnte.

Das war dann auch gleichzeitig die Aufnahme in den Landeskader Baden-Württemberg.

Pauli und Nina wurden dann für die Goldene Schärpe nominiert und beendeten diese Bundesveranstaltung, bei der rund 100 Starter um die Schleifen kämpfen auf dem tollen 4.Platz und lieferten damit das beste Ergebnis für die Mannschaft.

Auf Paul war halt einfach Verlass.



Und schon war es Herbst und die Geländezeit war vorbei.

So ritt Nina noch ein par Springen mit Paul um noch mehr mit ihm zusammenzuwachsen.

So stand auch schon bald das erste L-Springen an. Nachdem Pauli und Knisti das A- Springen in Nussdorf beide gewonnen hatten, starteten sie in das erste L-Springen mit Paul.

Eine tolle Runde, die mit 7,8 bewertet wurde war das Ergebnis. Leider hatten sie eine Stange in der Kombination. Mit der Grundnote hätte sie gleich das erste L- Springen gewonnen, so war es dann der trotzdem gute 3.Platz.

Und so war unsere erstes Jahr, das ja eigentlich nur ein knappes halbes war mit Pauli schon beendet und es ging für uns in die Winterpause.



Im Februar finden ja bei uns im Verein schon die Stadtmeisterschaften statt. Paul und Nina sicherten sich die Siegerschärpe im Springen Klasse L Junioren und wurden damit Stadtmeister.


Traditionell geht es bei uns auf dem VS-Turnier in Kirchberg los. Da das eine Sichtung für das Bundesnachwuchschampionat war, sollte man gleich mal eine gute Leistung abliefern.

Das taten die beiden auch.

In einem starken Starterfeld wurden sie 5. und sicherten sich somit auf der Longlist für Warendorf zu stehen, auch, wenn es bis dahin noch ein langer Weg war. Aber der erste Stein dahin war schonmal gelegt.

 

Im Mai stand der erste Start in einer CIC* an. Beim großen Turnier im Haupt-und Landgestüt Marbach zu starten, war schon was ganz besonderes. Bisher waren wir da nur als Helfer gewesen und nun im ersten Jahr als Reiter. Das war schon ganz schön aufregend, da mal aktiv dabei zu sein, selbst für mich, die früher schon in Marbach geritten ist und diesmal nur als Pfleger und Betreuer dabei war.


Im Juni ging es bei unserem Heimturnier in Leonberg um die Sichtung zum Bundesnachwuchschampionat.

Nina war mit Knisti und Paul am Start.

Nachdem Paul die Dressur gewonnen hat und die Richter bei Knisti leider vergessen haben hinzuschauen und beide die zweite Reiterin gerichtet haben, lag Pauli nach der Dressur  in Führung.

Das war Pauls erster A-Dressur-Sieg und das noch zuhause auf heimischen Boden.

Aber, weil es bei uns oft nicht so easy läuft wie es soll hat unser Paul, der im Springen ja eigentlich bombensicher sein sollte ausgerechnet an unserem eigenen Vereinssprung einen kleinen Stopp eingebaut, der Nina fast aus dem Sattel katapultiert hat. Ja, läuft halt doch nicht alles von alleine.

Nach dem Springen, das dann Knisti gewonnen hat, setzte sich der Jungspund an die Spitze des Feldes



Im Gelände war Paul wieder voll dabei und lief eine schöne Nullrunde. Somit reichte es am Ende noch zu einer Platzierung im grünen Bereich, während Mr.Knister die Siegerschleife in der VA mitnehmen durfte.

 

Ende Juni stand ein Start bei der Kreismeisterschaft in Sindlingen an. Leider gibt es von da keine Bilder. Nachdem Knisti im Gelände leider schon vor dem Start sein Reiterlein verlor, sicherte sich Paul in der Kombinierten VA den Sieg in der Prüfung und damit gleichzeitig den Kreismeistertitel des PSK Böblingen und den Landessiegertitel der Pony-VS Reiter.

 

Im Juli durften Nina und Paul an der Euro-Sichtung im westfälischen Gahlen teilnehmen. Das Gelände war sehr anspruchsvoll und lang. Viele Techniken wurden abgefragt, die wir in diesem Ausmaß zuhause noch gar nicht so wirklich geübt hatten. Es ist immer nicht so einfach, diese ganzen Geländesituationen zu trainieren.

Im Gegensatz zur Dressur, wo man seine Aufgabe zuhause schon zig mal geritten ist, hat man im Gelände immer wieder neue Situationen, unbekannte Hindernisse oder technische Anforderungen, die man teilweise so noch nie trainiert hat. So hatten die beiden dann nach einer guten Dressur leider einen Stop im Gelände.

Nach einem steilen Berg abwärts, kam auf drei Galoppsprünge auf gebogener Linie ein ganz schmales Trapez, an dem Paul einmal vorbeilief. Das sind dann leider 20 Strafpunkte und natürlich Fehler für Zeitüberschreitung, da die Zeit mit einer Extravolte nicht zu schaffen ist.

Im Springen lief wieder alles rund und so beendeten sie die Prüfung zwar nicht in der Platzierung aber trotzdem zufrieden mit ihrer Leistung.





Und schon Anfang August ging es wieder zum  Bundesnachwuchschampionat nach Warendorf .

Nach einem tollen Gelände, das mit 8,7 benotet wurde, einer ordentlichen Dressur, einer Platzierung im Springen und ebenfalls guten Leistungen in Vormustern und Theorie beendeten sie diesen Deutschlandweiten Preis auf dem 14.Platz.

 

Es gab keine Zeit zum Ausruhen. Kaum wieder zurück in Bawü fuhren wir schon weiter nach Altensteig zu den Baden-Württembergischen Meisterschaften der Ponyreiter. Nach einem zweiten Platz in der Dressur gingen wir guten Mutes ins Gelände.



Als die Führende leider im Wasser stürzte fand sich Nina plötzlich auf der Position des Over-Night-Leaders wieder, die sie im abschließenden Springen am dritten Tag bestätigen konnten.

Sie fuhren also als Baden-Württembergischer Meister nach Hause und wurden dort mit einem tollen Überraschungsempfang willkommen geheißen.



Nun war ein bisschen Pause für Paul angesagt.

Beim Heimturnier in Leonberg konnte er in einem STil-L-Springen mit der Wertnote 8,5 den Sieg zuhause im Verein halten und so beendeten wir die Saison 2013 erfolgreich und fast sogar ein bisschen geflasht mit der Deutschen Meisterschaft in Velen/ Westfalen.



Die Deutschen liefen eigentlich ganz gut, es war etwas schade um den Stop an einem grün eingefärbtem Wassergraben, der nach einer Hecke kam. Paul hatte ihn zu spät gesehen und sich fürchterlich erschreckt.

Das waren natürlich wieder 20 Punkte, die eine Platzierung nicht in Frage kommen ließen.

Als Trostpflaster durften sich die Beiden aber über den Sonderehrenpreis für die Beste stilistische Leistung im Springen freuen.

Bis heute noch hat Paul ein “Aber” vor allem, was grün ist. Über den Winter wollten wir mit grünen Gymnastikmatten auf dem Boden und über den Sprüngen verschiedene Situationen imitieren, aber damit braucht man Paul nicht kommen.

Er fürchtet sich einfach davor und das wird ihm wohl für ewig im Köpfchen bleiben. Gut, dass uns seitdem nie wieder ein grün gefärbtes Wasser begegnet ist.


In der darauffolgenden Saison war eigentlich der Weg der Eurosichtungen geplant, aber leider mussten wir einen bösen Tiefschlag erleben. Nach den tollen Frühjahrslehrgängen mit den Bundestrainern in Springen und Vielseitigkeit, ging Paul lahm.

Leider hat man nicht gleich den Grund für seine Lahmheit gefunden und es zog sich in die Länge.

Die Eurosichtung in Holland musste ohne uns stattfinden und auch bei der 2. Sichtung in Marbach waren wir  noch nicht genug im Training um mit den Besten mithalten zu können.

Damit platzte als Erstes mal der Traum vom Start beim Preis der Besten und natürlich auch der Eurotraum.

Wir bauten Paul wieder auf und begannen erst mal mit Springen auf guten Böden.

 

Und so führte unser Weg nach Kreuth, wo Paul sein erstes M-Springen lief.

Das macht er fürs erste Mal echt gut, auch, wenn er einen Stopp hatte, als er sich dann doch  nicht getraut hat.

 

 

 



Trotzdem sammelten die Beiden in der Saison Routine im Springen und wurden für die Baden-Württembergische Meisterschaft im Springen nominiert.

 

 


Als absoluter Underdog kamen wir dort an. Wir wussten sehr genau, dass die anderen, die dort ritten “richtige” Springreiter mit deutlich mehr Erfahrung waren, aber anderseits hatten wir ja nichts zu verlieren. Also gingen wir ganz relaxt in das Einlaufspringen. Dass Paul diese Prüfung gewinnen würde hatte niemand erwartet, wir selbst am allerwenigsten.


Wir dachten, ja ok, auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.

Als er dann aber die 2. Qualifikation auch nochmal Null lief und zweiter wurde, wurde es uns ein bisschen unheimlich. Plötzlich standen wir als Führende im Finale.


Waren die Einlaufprüfungen noch L-Springen gewesen, so war das Finale ein M-Springen mit Siegerrunde, das heißt, man musste zwei mal denselben Parcours reiten und am Schluss wurden die Fehler aus beiden Runden addiert.

Leider lief bei uns die erste Runde mit einem Stop und zwei Stangen nicht gut, so dass wir schon viele Fehler auf dem Konto hatten. Auch, wenn die zweite Runde Null war, wurden wir natürlich nach hinten geschoben was als Endergebnis der 6.Platz war. Nichtsdestotrotz, ein Wahnsinnsergebnis für Nina und Paul.


Nachdem wir dieses tolle Wochenende verdaut hatten, wollten wir aber auch mal wieder in den Busch. Wenn man einmal Busch geritten ist, dann lässt einen das nicht mehr los, auch, wenn ich zugeben muss, dass das Leben im Springlager deutlich einfacher ist.

Aber einmal Buschi, immer Buschi und so sattelten wir Paul nochmal in Altensteig zur Baden-Württembergischen Meisterschaft. Schließlich hatten wir einen Titel zu verteidigen.

Wohlwissend, dass die anderen einen deutlichen Trainingsvorsprung vor uns hatten, da die ja die ganze Saison Busch geritten waren, waren wir auch hier, trotz dass wir Titelverteidiger waren, der Underdog. So ist das halt, wenn man auf zwei Hochzeiten tanzen will.


Aber Paul war super drauf. Nach einer guten Dressur, einem fehlerfreien Gelände in der Zeit, und einem dusseligen Abwurf i Springen, der aber nichts am Ergebnis änderte, wurden die Beiden in diesem Jahr Baden-Württembergische Vizemeister.

 



Und damit hatten wir nun ein Luxusproblem. Die Nominierungen für die Meisterschaften standen an. Wir mussten Entscheidungen treffen.

Dass man nicht alles mitnehmen kann, ist ja klar und so entschieden wir uns gegen die Süddeutsche und auch die Deutsche Meisterschaft in der Vielseitigkeit und konzentrierten und ganz auf die Süddeutsche Meisterschaft im Springen.


Vorher weiß man ja nie, ob die Entscheidung richtig ist, und als in Seelitz dann die ganzen Buschis anreisten, wir mit ihnen Gelände abgingen und mit ihnen in der Prüfung mitfieberten, dachten wir schon, wir wären verrückt geworden, uns in das starke Springerfeld zu stürzen. Aber egal, jetzt hatten wir das entschieden und zogen das auch durch.

Es konnte ja keiner ahnen, was uns da wieder erwartet.

Paul war in Topform.

Erst kam der Sieg in der Einlaufprüfung.
In der zweiten Prüfung hatte er eine Stange und war 8.

Trotzdem gingen wir in der Endabrechnung als Führende ins Finale, ein M mit Stechen.

Als Führender reitest du als letzter Starter. Das ist Nervenkrieg, das kann ich euch sagen, nicht nur für den Reiter. Nina steckt das ja immer recht locker weg, für mich ist das anstrengend. Du stehst unten und kannst nur zittern. Tun kannst du ja sowieso nichts. Deshalb gibt es von dieser Prüfung keine Bilder, aber ein Video. Das hat ein Fotograf dort gemacht, das ist besser, der muss ja nicht zittern.

 

 


Und was soll ich sagen:

Paul machte das Unmögliche möglich.

Er, der bis dahin noch nicht eine M-Platzierung auf seinem Konto hatte, wuchs über sich hinaus. Er blieb als einziger sowohl im Umlauf, als auch im Stechen fehlerfrei und heimste sich damit den Titel Süddeutscher Meister ein.

Ihr könnt euch   nicht vorstellen, wie geflasht wir von unserem Pony waren, und auch, wenn damit Nina´s Ponyzeit zuende war, war klar, dass wir unseren Champion nicht verkaufen würden.

Dieses Pony hat so viel für uns geleistet, der hat definitiv eine Lebensstellung bei uns und wird uns, so Gott will, nie verlassen.


Und nun war die Ponyzeit endgültig vorbei.

Nina war aber noch nicht zu groß und so ging Paul weiterhin bei uns im Sport und sammelte insgesamt 14 L-Siege und unzählige Platzierungen ein. M-Springen hatten wir ihn dann keine mehr geritten, da wir merkten, dass er sich damit echt schwer tut und seine Wahnsinnsrunde von Seelitz eine einmalige Angelegenheit war, die wir nicht mehr wiederholen könnten.

In den folgenden zwei Jahren machte Paul einfach nur noch das, was ihm Spaß macht. Er ging L-Springen mit Nina und wurde nebenher noch zum Lehrpony für Jule. Mit Jule ging es von Führzügelklasse bis hin zum Sieg im Reiterwettbewerb.

 







Im Frühjahr 2017 wollten wir Paul eigentlich in Rente schicken. Wir dachten, er könne noch bei uns im Stall bleiben und nur noch ein bisschen zuhause geritten werden, ab und zu mal mit Jule einen Reiterwettbewerb gehen und einfach etwas kürzer treten.

Der Plan ging leider nicht auf. Damit war Paul so gar nicht einverstanden und bockte so verrückt über die Koppel, dass er sich dort an der Sehne verletzte.  Drei Monate Schrittpause stand ab sofort auf dem Plan. Eine Qual für Paul und alle, die ihn so leiden sehen mussten.



Aber auch diese drei Monate gingen vorbei und Paul wollte wieder arbeiten. Er war besser drauf als vor seiner Verletzung und so trainierten wir ihn langsam, so langsam wie er es eben mitmachte, wieder an und es war eine Freude ihm beim Laufen zuzusehen, weil er so fit war, als wäre nie etwas gewesen.




Nachdem Paul dann im März mit Ginny zum Training in Altensteig war und dort eigentlich nur ein paar Sprünge machen sollte, zeigte er, dass er noch einen wahnsinnigen Spaß am Gelände hat. Kurzerhand ließen wir ihn den Stilgeländeritt gehen. Das fand er klasse und so holte er sich mit einer 7.9 nochmal eine Platzierung ab.




Mit dieser letzten Prüfung müssen wir unseren Paul jetzt aber doch für immer aus dem Turniersport nehmen. Eine Woche spätr hat sich der kleine Bub bei der Landung nach einem Sprung eine ziemlich heftige Verletzung zugezogen.

Nach fast zwei Wochen, die  mit einem lahmenden Pony, einem fast täglich anwesenden Tierarztes vorbeigingen stand fest, dass er sich eine ziemlich heftige Sehnenverletzung zugezogen hatte, die nach Meinung des Tierarztes eine Heilungszeit von mindestens 6 Monaten braucht.

Das war dann für uns die Entscheidung, dass wir ihn nicht in der Box behalten werden und nur zum Schritt führen raus holen, sondern, dass er die Verletzung auf der Koppel auskurieren wird. Als wir soweit waren, dass er nicht mehr lahmte und man ihn mit gutem Gewissen auf eine Wiese stellen konnte, zog Paul Anfang Mai in sein neues Zuhause um.

Paul wird sich jetzt in aller Ruhe auskurieren und dann hoffentlich sein noch langes Leben als Rentnerpony genießen.




Im Juni haben wir Paul auf seiner Rentnerkoppel besucht, ihn ein bisschen geputzt und sind mit ihm spazieren gegangen, also das, was der kleine Wildfang eben unter Spazieren gehen versteht. Ein Kommentar eines Spaziergängers war: ” ‘Der ist wohl  noch sehr jung, oder?” Nein, ist er nicht, aber es geht ihm gut, es tut ihm nichts weg und dementsprechend führt er sich auch schon wieder auf. Uns freut das natürlich, es ist schön zu sehen, wie gut es ihm geht.