ANZEIGE

 

Als wir den Equisense Motion im Briefkasten hatten, waren wir schon sehr gespannt, was wir damit anfangen werden und in wie weit er uns im täglichen Training weiterhelfen kann.

Ein bisschen schade war, dass wir ihn bisher nicht an Calle probieren konnten, da dieser ja nur Schritt gehen darf und deshalb nicht als Versuchskaninchen zur Verfügung stand.

Aber gut, irgendwann wird auch er wieder antrainiert werden dürfen und gerade dann, wird er uns sicherlich eine große Hilfe sein. Bis dahin haben wir den Motion an den anderen Pferden getestet, vor allem natürlich an Ginny.

Das hat uns erstmal so ein bisschen Bauchschmerzen bereitet, wissen wir ja sehr wohl, dass Ginny weder ein Takt,- noch ein Bewegungswunder ist.

Aber, wenn man den Sensor so nimmt, wie er ist – schonungslos ehrlich- und sich und sein Pferd reell einschätzen kann, dann ist er gerade bei solchen Pferden eine große Hilfe.

Was nützt es mir, wenn ich ein Pferd habe, das immer tolle Werte hat, und die auch gleichbleibend hält?

Bei Ginny war es spannend die Werte der einzelnen Trainingseinheiten zu vergleichen und in wie weit sie sich in ihrem persönlichen Rahmen verbessert hat.

Dazu werde ich nachher ein paar Screenshots zeigen, die unsere Einheiten aufgezeichnet hat. Vorab aber erst mal noch ein paar allgemeine Informationen:

Der Sensor ist unbestechlich 😉

Das könnt ihr euch wie bei The Voice of Germany vorstellen.

Der Sensor misst die tatsächlichen Daten, ohne sich davon ablenken zu lassen, ob das Pferd hübsch ist, eine tolle Ausstrahlung hat oder sonstiges.

Er sieht das Pferd ja nicht.

Deshalb gibt es ehrliche Daten, das muss der ein oder andere Pferdebesitzer erst schlucken, für uns ist das optimal.

 

 

Jetzt geht es aber zur Inbetriebnahme.

Ich bin ja so gar kein Freund neuer Elektrogeräte. Bedienungsanleitungen lesen ist mir ein Graus.

Dafür bin ich wohl einfach zu ungeduldig. Ich will da ja probieren, das soll einfach funktionieren, da will ich nicht mit dem Heftchen in der Hand dastehen und rumprobieren.

Die positive Überraschung war, es gab keine elendig lange Bedienungsanleitung, so musste ich auch kein schlechtes Gewissen haben, weil ich sie sowieso nicht gelesen hätte.

Das war ganz einfach.

Im Paket befindet sich der Lederegurt mit dem der Sensor am Sattelgurt befestigt wird.

Das es ja verschiedene Gurte gibt, gibt es verschiedene einfache Lederschlaufen, mit denen man den Sensor mittels zwei Klettverschlüssen am Sattelgurt befestigen kann. Einfacher geht es schonmal nicht.

Der Sensor, der über Nacht am Strom hing wird in die dafür vorgesehene Halterung gesteckt und — fertig.

Seit wir den Sensor nützen habe ich ihn übrigens erst einmal zum Laden mit nach Hause genommen und er hat inzwischen wohl rund 30 Stunden Training aufgezeichnet.

Jetzt noch ein geladenes Handy, aus das die App geladen wurde und los gehts.

Aber auch auf dem Handy ist der Sensor kein Stromfresser. Ich hatte mal eine andere App zum Ausreiten mitlaufen lassen, das war nach einer Stunde mein Handyakku leer.

Jetzt ging es also an die erste Konfiguration.

Für jedes Pferd, das wir damit reiten wollten, haben wir ein eigenes Profil angelegt.

Auch das ist selbsterklärend und einfach.

Wenn wir nun eine Einheit starten, wählen wir aus dem Menü das jeweilige Pferd und können nachher auch immer dieses Pferd wählen um die Einheiten zu vergleichen.

Jedes Profil kann noch mit einem Foto versehen werden, und die Pferde werden alphabetisch sortiert.

Aus diesem Grund haben wir manche Pferde mit einem “Z” davor versehen, damit unsere eigenen Pferde oben stehen bleiben.

Während die Einheit läuft habe ich das Handy entweder in der Tasche oder es liegt auf der Bande. Es aktualisiert dann automatisch immer wieder die Einheit.

Ganz witzig fand ich, dass ich im Urlaub in Ägypten sehen konnte, was Nina mit Ginny gemacht hat, und auch meinen Kunden, die nicht dabei sein können, wenn ich reite, hinterher die gespeicherte Einheit schicken kann.

Aber jetzt zum Wesentlichen. Was zeigt mir der Sensor an?

Als erstes sehe ich die Gesamtzeit, die geritten wurde. Ich schalte den Sensor meistens erst ein, wenn ich in der Halle bin, die Schrittrunde vor und nach der Einheit wird  nicht mitgemessen.

Ich sehe wie viele Sprünge ich gemacht habe und wie viele Übergänge geritten wurden.

 

Auch die Gangarten werden einzeln zusammengezählt, etwas weiter unten kann ich dann in einem Diagramm den Aufbau sehen, wie ich die Einheit gestaltet habe.

Ich war sehr überrascht über die Zahlen, wieviel man tatsächlich getrabt und galoppiert ist, ich hätte das tatsächlich nach gefühl ganz anders gesehen. Deshalb denke ich gerade im Aufbau eines Pferdes, oder aber auch im Konditionstraining ist es eine große Hilfe, das mal dokumentiert zu haben.

Jetzt kann man am Anfang vielleicht mit manchen Daten noch nicht viel anfangen, wie z.B. wie sich der Symetriewert ermittelt.

Dafür gibt es aber immer ganz einfache Erklärungen, die man einfach  nachlesen kann.

Hier z.B. die Erklärung zur Symetrie.

Diese Erklärung könnt ihr zu jeder Funktion abrufen.

Als nächsten Wert erhält man den Wert für den Rhytmus in den Gangarten.

Jedesmal, wenn man so einen kleinen Pfeil > hinter der Schrift sieht, gibt es dazu eine genauere Erklärung.

In diesem Fall wurde die Taktreinheit im Schritt, Trab und Galopp gemessen. Die Pfeile zeigen dann an, wie sich der Wert im Vergleich zu den letzten Einheiten verändert hat.

Was man natürlich beachten muss ist, dass man nur ähnliche Einheiten miteinander vergleichen kann, aber das ist ja logisch.

Das man im Springen andere Taktwerte hat, als in der  Dressur, dass die Taktwerte unterschiedlich sind, wenn man häufig zulegt und einfängt oder vermehrt Seitengänge reitet, ist ja logisch, wobei natürlich auch hier im Verlauf der Ausbildung die Taktreinheit angestrebt wird.

Man darf sich nur nicht beirren lassen, wenn ein junges Pferd die ersten Seitengänge lernt, dann kann es schon  mal sein, dass die Taktwerte tiefer sind, aber das ist ja irgendwo klar.

 

Der Wert AUFRICHTUNG gibt an, wie weit das Pferd mit dem Brustbein vom Boden entfernt ist. Bei meinen (Beritt) pferden, gibt es hier z.B. Schwankungen von bis zu 5 cm im Galopp.

Gerade wenn  man daran arbeitet, wie wir bei Ginny, dass ein Pferd ausdrucksvoller und mehr bergauf galoppiert, dann ist das eine gute Bestätigung, ob man auf dem richtigen Weg ist, und ob sich da über das Training etwas verändert.

Im nächsten Diagramm kann ich sehen, wie ich die Einheit eingeteilt habe. Jede Gangart wird in ihrer eigenen Farbe dargestellt und es ist sehr übersichtlich gestaltet.

Auch hier gibt es in der App wieder eine Definition dazu, was dieses Diagramm anzeigt.

Dieser Schreenshot zeigt eine Gymnastikspringeinheit an.

Insgesamt wurden 22 Sprünge überwunden, wenn man weiter in die Details geht, kann man  nachlesen, wie der -Takt zwischen den Sprüngen war, ob man ein gutes Gleichmaß hatte, oder daran noch arbeiten muss.

 

Das war aber noch lange nicht alles

Die App hält für den Nutzer auch noch unheimlich viele Übungen zur Gymnastizierung des Pferdes, zur Verbesserung verschiedener Problemzonen und viele Ideen bereit, die ihr in euer tägliches Training aufnehmen könnt.

Entwickler sind ständig dran neue Übungen hinzuzufügen.

Wer regelmäßig den Blog hier liest, weiß, dass auch wir uns hier immer wieder Anregungen holen, die uns vor allem in der manchmal eintönigen Winterarbeit immer wieder daran erinnern, nicht jeden Tag dasselbe zu machen.

 

Und jetzt noch das i-Tüpfelchen

Es gibt inzwischen eine eigene Facebookgruppe, in der ihr euch mit anderen Nutzern des Motions austauschen könnt.

Gerade der Austausch mit anderen ist ja auch immer wieder interessant und auch die Administratoren beantworten euch hier Fragen, die ihr vielleicht zu euren Einheiten habt.

 

 

 

 

1 Antwort

Schreiben Sie einen Kommentar