Auf Linus GG folgt Aubin FH

Nachdem wir im April diesen Jahres unseren langen, treuen Begleiter Linus über die Regenbogenbrücke gehen lassen mussten, machten sich Katja und Yvi auf die Suche nach einem würdigen Nachfolger.

 

R.I.P. Linus GG

und das gestaltete sich eigentlich gar nicht so einfach.

Wenn man dann schon das ein oder andere Pferd hatte, dann weiß man ziemlich genau, was man gerne haben möchte und was man auf gar keinen Fall möchte.

Nur ist es ja bekanntlich so, dass so eine eierlegende Wollmilchsau nicht so einfach zu finden ist, bzw. viele andere Pferdekäufer genau dasselbe suchen.

Unsere Eckdaten für die Pferdesuche waren:

  • mind. 1,70m groß und gut abdeckend
  • 4 oder 5 jährig  auf jeden Fall schon angeritten
  • gesund
  • klar im Kopf
  • eine ordentliche Grundbewegungsqualität, muss kein Überflieger sein, aber möglichst schon alle drei Grundgangarten im guten Bereich
  • dressurbetont
  • im Budget eines Normalverdieners liegend

Ja, damit kann man mal losziehen, ist ja auch ganz einfach zu finden 😉

 

und so begann Mitte April die Suche, die ein schnelles Ende hatte. Die beiden hatten eine Tour unternommen um Pferde auszuprobieren, die Videos wurden mir geschickt, aber ich fand keinen so richtig, richtig toll und wir hatten ja auch Zeit um noch ein bisschen weiter zu schauen.

Und dann kommt Instagram ins Spiel

Der Freibergerhof hatte ein Video von einem Verkaufspferd eingestellt, das ist uns gleich ins Auge gestochen.

So ein süßer, frecher Schlingel, der da mit seinem Ball auf dem Paddock gespielt hat, keine Gamasche länger als eine Minute an den Beinen ließ und dem der Schalk einfach im Nacken saß.

Dazu noch groß, dunkelbraun  und wie wir auf dem nächsten Video sehen konnten mit Top Bewegungen ausgestattet.

Eigentlich dachten wir, der liegt entweder nicht im Budget ( was er eigentlich auch nicht tat) oder ist eine Nummer zuviel für uns.

Katja und Yvi sind lupenreine Amateure, die nur neben den anspruchsollen Jobs ihre Pferde reiten und ich bin ja nicht mehr die, die auf einen frechen Youngster draufsteigen muss.

Es könnte also durchaus ein Problem werden, wenn der Youngster für uns zu übermotiviert wäre. Da helfen einem dann auch die besten Bewegungen nichts, wenn man es nicht händeln kann.

 

 

 

 

Aber wer nicht wagt, der nicht gewinnt und so fuhren Katja und Yvi los.

Es ist glaub sowieso besser, wenn ich nicht dabei bin, da ich, wenn ich mich in ein Pferd verguckt habe, so wie damals bei Calle, nicht mehr so ganz objektiv urteile.

Ich verzeihe dann sehr viele Schwächen, weil er doch ” so süß guckt”

Ich saß daheim und wartete auf die Videos während ich immer wieder die anschaute, die es von ihm schon gab.

Ich war echt gespannt wie es laufen würde.

Wie gesagt, wir waren ganz am Anfang mit der Suche, noch hochmotiviert und keinesfalls an dem Punkt, wo man sagt, jetzt muss aber doch mal der Richtige kommen.

Aber der Richtige stand plötzlich da.

Mit dem Namen Aubin FH

Beide Mädels sind geritten, haben mir gleich die Videos geschickt und ich, die an den anderen Pferden vorher immer was zu meckern gefunden hatte, fragte: ” Und, steht er schon auf dem Hänger?”

Den Kerl mochte ich vom ersten Blick an.

Und so sollte es einfach sein.

Nach der Ankaufsuntersuchung quetschten wir uns zu fünft in Yvis Auto, wir wollten alle dabei sein, wenn wir den Nachwuchs abholten.

Nach über 4 Stunden am Freibergerhof angekommen, war Aubin schon mit seiner Bereiterin in der Halle und so sah ich ihn das erste Mal live und in Farbe. Ui, das war schon eine Erscheinung.

Groß, dunkelbraun mit einem hoch oben angesetzten Hals, der ihn noch größer wirken ließ, ausgestattet mit Witz und Charme und drei überdurchschnittlich guten Grundgangarten und dabei einfach sympatisch und liebenswert.

Und so stand er schon nach kurzem Aufenthalt bei der sympatischen Familie Baumgürtel im Hänger nach Baden-Württemberg.

 

 

Und das ist er nun.

Aubin FH ist eine dunkelbrauner Oldenburger Wallach, ca 1,75m groß und verspielt bis zum Geht-nicht-mehr.

Geboren  wurde er 2014 und stammt ab  von Abegglen FH, der sich aktuell mit seinem Ausbilder Marcus Hermes für das Louisdor- Finale in der Frankfurter Festhalle qualifiziert hat. Keine Frage, dass wir den beiden dort ganz feste die Daumen drücken werden.

Über den Link landet ihr direkt auf der Seite des Freibergerhofes, wo ihr viele Bilder des Hengstes sehen könnt.

Mütterlicherseits stammt der kleine Mann von einer springbetont gezogenen Stute ab und hat noch vier Halbgeschwister.

Das wusste ich  bis gerade eben selbst nicht, da muss ich  mich ja nicht wundern, dass er die Stangen, die wir ihm schon hingelegt hatten mit Bravour gemeistert hat.

Na, da sind wir ja mal gespannt.

 

 

 

 

Inzwischen ist Aubin genau 11 Wochen bei uns und hat erst mal alle Zeit der Welt bekommen, sich einzugewöhnen.

Anfangs fand er die halboffene Halle, auf deren Tribüne auch noch Menschen über ihm stehen echt gruselig und er war recht aufgeregt. Wenn Aubin aufgeregt ist, dann ist er aber einfach nicht mehr 1,75 groß, sondern dann wird er gefühlte 2m groß. Das ist schon eine Erscheinung, die man dann an der Hand oder unter dem Sattel hat.

Inzwischen läuft aber alles seine geregelten Bahnen. Aubin wird auf dem reellen Niveau eines vierjährigen, der ein halbes Jahr unter dem Sattel ist gearbeitet.

Das Hauptaugenmerk liegt dabei darauf, dass er losgelassen und zufrieden geht, sich an den Trubel rundum gewöhnt, es lernt, auch mit mehreren Pferden in der Halle zu gehen, ohne sich zu sehr ablenken zu lassen.

Mit viel Koppel, Laufenlassen, Doppellonge und natürlich Reiten wird er an alles gewöhnt, was er für sein Reitpferdeleben braucht.

 

 

 

 

 

Danke an dieser Stelle auch an das Team vom Freibergerhof, die uns diesen Youngster anvertraut haben und die die Grundausbildung mit ihm gemacht haben.  Dank dieser können wir jetzt weiterarbeiten und bemühen uns, das Beste aus dem Frechdachs rauszuholen.

Ich bin mir sicher, falls ich mir irgendwann mal ein junges Dressurpferd kaufen sollte, was ja inzwischen gar nicht mehr so abwegig ist, dann ist der Freibergerhof die erste Adresse, die ich ansteuern würde, auch wenn ich weiß, dass es keinen zweiten Aubin geben wird.

 

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