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Gerade jetzt bei diesen teilweise unmenschlich heißen Temperaturen seht ihr in meinen Storys häufig, dass unsere Pferde Elektrolythe bekommen.

Für uns ist das völlig normal, aber ich merke an den Reaktionen auf die Storys, dass viele von euch damit gar nichts anfangen können.

So kommt regelmäßig die Frage, wieviel man davon füttern soll, ob man das vom Tierarzt abklären lassen muss, ob man das dauerhaft oder als Kur füttert, ob man es überdosieren kann usw…

Deshalb kam mir die Idee einfach einen Beitrag darüber zu schreiben, dann könnt ihr vielleicht etwas mehr damit anfangen.

Vorab erzähle ich euch, wie wir persönlich die Elektrolythe einsetzen, danach zeige ich euch, was der Hersteller unseres Produktes dazu sagt.

Wir selbst haben immer Elektrolythe im Gepäck. Egal ob zuhause oder auf Turnieren, vor allem auf Übernachtungsturnieren.

Das haben wir in Zeiten von Paul angefangen, da der auf dem Turnier immer sehr schlecht getrunken hat und wir dann wollten, dass das wenige was er trinkt maximal wertvoll ist.

Hier gibt es gleich mal die Antwort auf eine wichtige Frage und ich habe es extra nochmal in den Dopingrichtlinien der Deutschen Reiterlichen Vereinigung nachgeschlagen.

Elektrolythe sind ADMR- konform, ihr dürft sie also auch während eines Turnieres geben, ohne Karenzzeit.

Zuhause geben wir auch Elektrolythe aber nicht jeden Tag.

Da sie ja dafür da sind, die Mineralien auszugleichen, die der Körper bei vermehrtem Schwitzen mehr als sonst verliert, bekommen unsere Pferde sie nach einer intensiven Trainingseinheit, oder eben vorsorglich, wenn wir so heiße Tage haben wie diesen Sommer.

Hier stelle ich gerne auf der Koppel einen großen Eimer mit Wasser und Elektrolythen zur Verfügung.

Manchmal, und das lieben die Pferde kommen in den 15l Wasser-Eimer 2 ML Elektrolytpulver, dass sich schnell auflöst und eine kleine ( 500g) Schippe Mash. Übrigens, wenn ich so wenig Mash in so viel Wasser auflöse, dann setze ich es nicht ewig an. Das ist ja dann keine feste Masse, die im Körper weiter quellt, sondern am Ende schwimmen da lediglich ein paar Krümelchen in sehr viel Wasser und die Pferde trinken es einfach lieben. Es geht mit hier nicht um das Mash als Mash, sondern darum, dass ich sicherstellen kann, dass die Pferde es wirklich trinken. Auch mache ich das hier mit kaltem Wasser an.

Kurz noch zu der Frage der Überdosiereung. Dass diese so oft kam hat mich ehrlich gesagt ein wenig erschreckt.

Natürlich kann man alles, wirklich alles überdosieren, aber warum macht man das denn? Ich kann auch meinem Pferd am Tag 10 kg Karotten geben, das ist dann wahrscheinlich auch überdosiert, oder?

Jedes Futterzusatzprodukt, jedes Medikament, jedes Futter hat eine Fütterungsempfehlung vom Hersteller. Diese lese ich natürlich vor dem Gebrauch und wenn ich z.B. weiß, dass mein Pferd bestimmte Inhaltsstoffe, die ja auch aufgezählt sind, nicht verträgt, dann füttere ich das Produkt meinem Pferd natürlich nicht, auch, wenn andere das vielleicht bei Ihren Pferden machen.

Ihr versteht, was ich meine: Bei allem was ich mache, füttere oder trainiere, ich muss immer selbst nachdenken, ob ich das für mein Pferd brauche, ob das Produkt zu meinem Pferd passt und schaue dann mal auf die Packung, was da überhaupt drin ist.

Auch bei uns ist es natürlich so, dass die Pferde die mehr arbeiten, auch mehr Unterstützung brauchen und bekommen, als beispielsweise Paul, der sein Rentnerleben im Schatten chillt und sicherlich nicht mehr so viele Zusatzprodukte braucht. Wie gesagt, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Ich zeige euch ja nur, dass es das Produkt gibt, nicht, dass es jetzt sofort jeder in Unmengen füttern muss.

Alles nach Plan ist die Devise und eins ist ja auch klar: Viel hilft nicht immer viel. Also: Lesen, was auf der Dose steht, überlegen, was man selbst braucht und dann gezielt füttern.

So, jetzt wisst ihr, wie wir das halten.

Es gibt aber auch noch eine professionelle Beschreibung unseres Herstellers zu dem Produkt, die ich euch natürlich auch nicht vorenthalten möchte.

Übrigens beziehen wir die Elektrolythe, wie alle anderen Futtermittel auch von

Was mir bei Eggersmann gut gefällt, ist, dass die Homepage sehr übersichtlich ist, es zu jedem Produkt, eine gute Erklärung gibt, und vor allem, dass es eine Hotline zur Futterberatung gibt, die einem auch dabei helfen kann, das passende Futter für seine Bedürfnisse auszuwählen, wenn man mit dem Riesen Angebot an Futtermitteln und Zusatzfutter überfordert ist.

So, ich habe gesagt, was es für mich zu Elektrolythen zu sagen gibt, jetzt möchte ich euch nicht vorenthalten, was die Profis dazu sagen:

Das Pferd reguliert die Körpertemperatur vor allem über die Schweißbildung. Schweißdrüsen sondern Körperflüssigkeit aus, um den Kühleffekt durch Verdunstung des Wassers zu nutzen

Hohe Kraft-/ und Ausdauerleistungen oder heiße Temperaturen im Sommer sind durch den hohen Energieumsatz mit einer starken Wärmebildung verbunden. Diese Wärme muss abgeführt werden, um eine Überhitzung zu vermeiden. Dies geschieht durch die Verdunstung von Wasser über die Haut und bei besonders schweren Belastungen zusätzlich über den Atmungstrakt. Diese Schweißverluste liegen je nach Belastung, Umgebungstemperatur und Pferd zwischen 20 und 25 Liter. Doch mit dem Flüssigkeitsverlust gehen auch einige Nährstoffe und Mineralien verloren, die unter Umständen eine besonders hohe Bedeutung haben können – innerhalb von wenigen Stunden können Mängel über 50 g Natrium, 75 g Chlor und 25 g Kalium entstehen. Da das Pferd über keine Sparmechanismen bei dem Abtransport verfügt, können Dehydration (Wasserverlust), Überhitzung und Hypochlorämie (nicht ausreichend Chlor im Körper) die Folge sein. Wird dieser Verlust nicht rechtzeitig ausgeglichen, beeinträchtigt dies erheblich die Leistungsfähigkeit und Gesundheit des Pferdes. 

Um einem Mangel vorzubeugen, ist es besonders wichtig die Elektrolyte Speicher rechtzeitig aufzufüllen, um die Leistungsfähigkeit zu erhalten und das gesamte Herz-Kreislauf System des Pferdes zu stabilisieren. Elektrolyte füllen schon bei einer geringen Dosierung die Nährstoffspeicher wieder auf und unterstützen das Pferd auch in intensiven Trainingseinheiten. Der Wasserhaushalt wird reguliert, um eine Dehydration zu vermeiden. Nichtsdestotrotz sollte auch hier beachtet werden, dass das Pferd bei einem hohen Schweißverlust in erster Linie genügend Wasser braucht, das rund um die Uhr zur Verfügung stehen muss.

Fütterung immer wenn das Pferd stark schwitzt, also bei hohen Belastungen und auch bei hohen Temperaturen. An die Fütterungsempfehlungen des Herstellers halten!

Ich hoffe, dieser Beitrag konnte eure Fragen ein bisschen beantworten, wenn nicht, scheut euch nicht, mir zu schreiben, ich werde soweit es mir möglich ist antworten oder selbst bei Eggersmann nachfragen.

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