ANZEIGE

Das Futter für unsere Pferde

ist spätestens seit Ginnys Krankheit ein großes Thema bei uns.

Früher war es für uns ok, dass das Futter in den Trog kommt, das eben im jeweiligen Vollpensionsstall gefüttert wird.

Meistens ist das ja eine Grundration an Heu, ein Mischfutter in Pellets,-oder Müsliform und Hafer.

Diese Grundration, die man ja im Pensionspreis bezahlt, wurde durch das ein oder andere Zusatzfutter ergänzt und das war ok. so

Bis dann  Ginny so krank war und ich  mich auch sehr viel mit der Fütterung auseinandersetzen musste.

Alles kam auf den Prüfstand und ich musste erkennen, dass der Futtermittelmarkt so unendlich viele Möglichkeiten hergibt, dass es schon recht unüberschaubar wird und man sich schon wieder darauf besinnen muss, dass man trotz des großen Angebotes nicht wahllos alles reinwerfen kann.

Klar gibt es inzwischen für jedes Problem ein Zusatzfutter, aber wie sagt mein Chiro so schön: “Das macht nur teuren Urin”, was so viel heißt, wie: ” Du kannst davon so viel reinwerfen wie du willst, dein Pferd wird es ungenutzt wieder ausscheiden”.

Und das auch nur im besten Fall.

Man muss ja immer drüber nachdenken, dass alles, was wir vorne reinschütten, durch den kompletten Verdauungstrakt inkl. Leber und Niere wieder durch muss und dass einiges eben auch nicht mehr ausgeschieden wird und das ZUVIEL und unnötige, das wir füttern das Pferd völlig unnötig belastet.

Deshalb macht es tatsächlich Sinn, sich von einem kompetenten Futterexperten beraten zu lassen, was denn in welcher Situation zu seinem Pferd passt.

Das haben wir für unsere Pferde getan und ich habe mal zusammengefasst, was für unsere Pferde dabei heraus kam.

 

Den Anfang der Beratung machte natürlich unsere Ginny, mit der ja eigentlich alles begann.

Bei Ginny haben wir über die Jahre viel ausprobiert, sie hat auch durch die Magengeschwürdiagnose schon einiges an Gastrogard und darauffolgenden Therapien bekommen.

Natürlich möchte man das nicht dauerhaft geben, aber die Angst davor, dass die Magengeschwüre wieder kommen und es ihr wieder so schlecht geht, ist schon immer im Hinterkopf.

Das möchte man nicht nochmal erleben, wenn man auch heute einen besseren Blick dafür hätte und schneller eingreifen könnte.

Aber besser ist es ja, es erst gar nicht so weit kommen zu lassen.

Der allererste Anfang dazu ist, dass jede Medikation bei Ginny erstmal auf den Prüfstand gestellt wird.

Einfach mal so einen Entzündungshemmer, oder Cortison, das gibt es nicht mehr.

Ist ein Tierarzt der Meinung, dass das nötig ist, wird er erstmal über die damalige Problematik unterrichtet und dann wird entschieden ob es wirklich hilft.

Seitdem war das erst einmal nötig und zwar als Ginny im Sommer von einer Wespe ins Maul gestochen wurde und das Maul so zu schwoll, dass es extrem gefährlich war.

Ansonsten hat sie seit 3 Jahren nichts mehr bekommen.

Ich erzähle das hier nur, weil es mir immer mehr auffällt, dass solche Medikamente schon fast in jeder privaten Stallapotheke sind, und es immer recht schnell heißt: ” Geben wir erst mal eine Woche Entzündunghemmer und schauen”.

Damit bin  ich sehr vorsichtig geworden und würde das nicht auf eigene Faust ohne Absprache mit dem Tierarzt machen.

 

Bei Ginny haben wir nach der telefonischen Beratung diesen Futterplan erstellt.

 

Bei Ginny fiel die Entscheidung, dass sie mit dem gequetschten Hafer, den es sowieso gibt, gut versorgt ist.

Deshalb bleibt ihre Grundfutterration bei dem Vereinsangebot, das auch im Pensionspreis enthalten ist und wird von mir selbst dann noch aufgewertet.

Da ich ja die Möglichkeit habe so oft zu füttern, wie ich möchte, habe ich es  mir angewöhnt die Pferde 5x am Tag mit kleineren Rationen zu füttern.

So kann ich 2 Rationen, die ich vor, und nachmittags gebe selbst zusammenstellen und da verschwinden auch meine Zusatzfuttermittel drin, dann müssen das die Pfleger nicht machen und ich kann mir sicher sein, dass sie genau das bekommt, was ich möchte.

Die Hafer und Heufütterung liegt also in den Händen der Pfleger, den Rest mache ich selbst.

 

Und das, was ich selbst mache ist folgendes.

Ginny bekommt morgens, wenn ich komme ihre Vormittagsration an

Struktur Equichamp

das mit seinen Inhaltstoffen sehr gut auf die Bedürfnisse von Magenpferden eingeht.

Aber um das hier nicht alles genau aufschlüsseln zu müssen, habe ich euch genau dieses Futter verlinkt und ihr könnt selbst nachlesen, was es an Inhaltsstoffen hat und für welche Pferde es geeignet ist.

Die Menge ist bei Ginny überschaubar, es sind rund 500g.

Ginny ist schon immer ganz aufgeregt, wenn sie sieht, dass ich auf dem Weg in die Futterkammer bin, anscheinend findet sie ihr Futter super lecker und würde am liebsten gleich mit mir in die Futterkammer gehen und sich selbst bedienen.

Das ist ja auch wichtig bei einem Futter.

Ich kann mir das tollste und gesündeste Futter aussuchen, vor allem, wenn sie schonend sein sollen, das kennen wir von unseren eigenen Lebensmitteln, schmecken sie halt manchmal auch einfach nicht.

Das scheint jetzt beim Equichamp kein Problem zu sein.

Die zweite Extraration gibt es am Nachmittag.

Meistens passt das durch Nina`s Arbeitszeiten gerade dazu, dass sie es nach dem Reiten bekommt.

Hier wechseln wir jetzt immer mal wieder ab.

Ca. 4 x in der Woche gibt es nochmal eine Ration Equichamp, und 2-3 mal in der Woche gibt es

EMH Mash

Das Mash wird bei mir immer mit Tee aufgegossen, das habt ihr ja sicherlich schon in den Storys gesehen.

Ginny liebt Tee und es ist egal, ob ich Fenchel, Kamille, Kräutertee oder was anderes reinmische, sie findet es toll.

In der Nachmittagsration gibt es dann auch gleich noch das

Mariendistelöl

von dem sie täglich einen Schluck bekommt.

Das war`s dann auch schon fast.

Ihr seht, das ist alles recht überschaubar und obwohl das Sortiment von Eggersmann riesengroß ist, wurde ich bei der Beratung dazu angehalten nicht unnötig viel zu füttern und als ich nachfragte, ob ich nicht noch dies oder das dazugeben soll ( man meint es ja immer gut) wurde mir gesagt, dass man mir genau zu diesem Müsli geraten haben, weil es genau diese Inhaltsstoffe schon hat und ich sie nicht extra noch zufüttern muss.

Das fand ich sehr sympatisch, mir wurde also nichts verkauft, was Ginny nicht braucht.

Das einzige, was es noch zusätzlich gibt, ist ein

Mineralfutter.

Das Mineralfutter ist kein Pulver sondern es sind so kleine Bricketts.

Deshalb füttere ich es praktisch als Leckerliersatz.

Ja, auch ich habe immer ein paar Leckerlies in der Tasche und so gebe ich eben dieses und spare mir somit die ( eigentlich völlig unnötigen) Leckerlis ein .

5-6 Stück am Tag sollen sie davon bekommen.

Und wenn ich mal einen Tag nichts selbst mit den Pferden mache und dadurch keine Lekkerlies brauche, dann mische ich sie einfach ins Futter.

Damit ist Ginny rundum versorgt und bis auf ein paar Möhrchen ( bei denen ich aber wegen der möglichen Schwermettallbelastung) und ein paar Äpfeln  ( diese sind wegen der Säure auch mit Vorsicht zu genießen) gibt es keine weiteren Zusätze.

Der nächste, der gefüttert werden möchte ist unser Calle.

 

Bei Calle ist es etwas anders als bei Ginny, deshalb hat er auch einen ganz anderen Futterplan.

Da Calle sich ja noch im Aufbau befindet und nicht wirklich arbeitet, braucht er eigentlich außer Heu und Mineralfutter gar nichts.

Aber das ist natürlich nicht umsetzbar.

Wenn alle Pferde neben ihm gefüttert werden, muss er natürlich auch etwas im Trog haben.

Wir haben leider auch verpasst, das Futter nach dem Klinikaufenthalt zu kontrollieren und so hat er lange Zeit volle Ration bekommen. Das sieht man ihm leider momentan an.

Der gnädige Herr hat gut 50 kg zuviel auf den Rippen. Das tut ihm und seinen Beinen natürlich gar nicht gut und so mussten wir ihn auf Diät setzen, gleichzeitig muss er aber auch was bekommen, wenn die anderen gefüttert werden, da er sich sonst die (teuren) Beine an der Boxentür kaputt klopft.

Auch die Alternative, dass er unendlich Stroh frisst ist natürlich keine und Calle, das kleine Sabbermonster, auf Spänen zu halten wäre unbezahlbar.

So haben wir uns für folgenden Plan entschieden, der solange gilt, bis er wieder voll im Training ist.

Auch Calle wird von den Pflegern dreimal am Tag mit Heu versorgt, der Rest des Futters wird für ihn hingerichtet, damit ich sicher sein kann, dass er nicht zuviel bekommt.

 

Also heißt es für uns Eimerchen richten.

Bei Calle fiel die Entscheidung auf das

Struktur Getreidefrei

das durch seine Strukturfasern dazu führt, dass Calle viel im Trog hat, und trotzdem wenig unnötiges bekommt.

Er hat genug zum Kauen, frisst genauso lange wie die anderen Pferde, hat aber dadurch, dass das Futter stärke,- und zuckerreduziert ist nicht zuviel aufgenommen, was ihm schaden würde.

Das ist momentan die Ideallösung für uns.

Auch er bekommt 5 kleine Rationen am Tag, in die einmal am Tag noch zur Unterstützung das

Gelenk aktiv

gemischt wird.

Von dem Gelenk Aktiv erhoffen wir uns, dass wir den Heilungsprozess nach der OP unterstützen können.

Das wird er allerdings nur als Kur bekommen, bis er wieder antrainiert ist.

Ganz geschickt für uns ist, dass es in Pelletform ist.

Calle ist nämlich ganz empfindlich, was Zusatzfutter angeht.

Kann man Ginny alles unters Futter mischen, so ist Calle sehr wählerisch und wenn es ein Pulver ist, dann pustet er einmal kräftig ins Futter und das Pulver ist überall, aber nicht da, wo es hingehört.

Die Pellets frisst er einfach mit und ich kann mir sicher sein, dass sie auch ankommen.

Jetzt hoffen wir mal, dass Calle bald wieder ganz fit ist, wobei das auch noch eine ganze Weile dauern kann.

Wenn er wieder voll im Training ist, steht der nächste Telefontermin an und wir werden den Plan anpassen.

Klar bekommt Calle auch seine

Mineralbricks

und damit ist er gut versorgt.

Schlagwörter:

Schreiben Sie einen Kommentar