Heute habe ich mich entschieden einen Gastbeitrag für euch zu veröffentlichen.

Er kommt von Toni, einem 16-jährigem, dem ich selbst schon lange auf Instagram folge.

Ich “kenne” Toni nur im Rollstuhl, irgendwann kam man miteinander in Kontakt und man erfährt das Schicksal, das dahintersteckt.

Bei Toni war es nicht so, dass er schon immer im Rollstuhl saß und es  nicht anders kennt, sondern eine Rückenmarksentzündung hatte, die ihn aus einem völlig normalen Kinderleben gerissen und an den Rollstuhl gefesselt hat.

Damit muss man erst mal umgehen lernen.

Ich weiß ja aus eigener Erfahrung, wie es ist, wenn man  mal etwas konnte, was für einen selbstverständlich war und es plötzlich nicht mehr kann.

Du hattest ja mit deinem Leben ursprünglich mal etwas anderes vor und musst dich komplett neu orientieren.

Auch Toni hatte seinen Erzählungen nach seine Tiefphasen, aber der Kontakt mit seinen Ponys half ihm immer wieder darüber hinweg.

Jetzt, nach der Orientierungsphase hat Toni Pläne, was er erreichen will, aber wir alle wissen, dass der Reitsport mit allem, was dazu gehört wahnsinnig teuer ist.

Für ihn ist er noch teurer, da er für alles, was er macht speziell angefertigtes Zubehör braucht.

Aber diesen Traum mit den Pferden nur des Geldes wegen aufgeben müssen, das wäre echt unfair denen gegenüber, die nicht mit dem goldenen Löffel im Mund geboren worden sind.

So möchte Toni auf Insta und auch sonst zeigen, wie er sein Schicksal meistert und wir hoffen, dass es ein paar  Firmen gibt, die dadurch auf ihn aufmerksam werden und ihn auf seinem Weg unterstützen können.

Aber was soll ich euch viel erzählen.

 

Lest selbst, was Toni mir geschrieben hat,  besucht mal seine Seite und unterstützt diesen tapferen jungen Mann, der sich nicht aufgegeben hat und euch zeigen möchte, was trotz Einschränkung möglich ist und wie er sein Leben meistert.

 

 

Hallo,

Ich heiße Toni, bin 16 Jahre alt und reite für mein Leben gerne.

Ich sitze seit knapp vier Jahren im Rollstuhl aufgrund einer Rückenmarksentzündung.
Diese Entzündung kam ohne irgendwelche Anzeichen.. und innerhalb von 10 Minuten waren meine Beine gelähmt.
Ich musste die ersten Jahre mich selbst und mein Leben erstmal ins Gleichgewicht bringen und mit der Situation klarkommen.
Pferde haben mir immer wieder die Kraft gegeben weiter zu machen.
Vor drei Jahren habe ich dann meine ersten zwei Ponys bekommen.
Zora und Espri.
Mit den zweien mache ich viel Boden-/und Freiarbeit. Sie beherrschen viele Zirkuslektionen und Tricks, die ich ihnen alle selbst beigebracht habe. Meine Ponys könnten von ihrem Charakter nicht unterschiedlicher sein.
Zora ist das wilde, freche und selbstbewusste Shetty, das gerne und oft ihre Meinung zeigt. Zora hat mein Interesse an der Freiarbeit geweckt, da sie einfach unterfordert bei mir war.
Ich dachte zuerst sie sei nur mein Beistellpferd, das ich ab und an bewegen muss, allerdings zeigte sie mir da schnell, dass sie auch mehr und vor allem anspruchsvoller bewegt werden möchte! So begannen unsere ersten Bodenarbeitseinheiten, die sie auch mit Bravur meisterte.
In der Freiarbeit zeigte sie sehr schnell ihr können und wir steigerten uns seitdem mit neuen Tricks und Verbesserungen. Zum jetzigen Standpunkt, nach drei Jahren, hat sie ein volles Repertoire an Zirkuslektionen vorzuweisen, wobei ich mit stolz sagen kann, dass ich ihr alles selbst beigebracht habe! Sie erstaunt mich von Tag zu Tag und ich bin froh ein Pferd wie sie gefunden zu haben, denn sie ist wahrlich einmalig.
Espri ist dagegen Charakterlich genau das Gegenteil. Sie war anfangs ein sehr zurückhaltendes, schüchternes Pferd  und verfiel teilweise in Panik.
Ich tat mich anfangs wirklich schwer mit ihr, da sie eigentlich dafür gekauft wurde, um mit mir Kutsche zu fahren und nicht um die Basics der Pferdeausbildung zu wiederholen. Ich akzeptierte ihre Art und Weise lange nicht und versuchte auf biegen und brechen, so hart es auch klingt, dies zu ändern.
Jeder normale Mensch kann sich vorstellen, dass das nicht geklappt hat. Ich musste mir selbst eingestehen, dass das kein Zustand ist indem ich mich und meinem Pferd vor allem Mental schade. Ich war damals einfach unerfahren und überfordert mit ihr.
Nach eineinhalb Jahren mit Höhen und Tiefen, habe ich mich dazu entschieden sie einfach mal zur Ruhe kommen zu lassen. Ich ließ sie in der Zeit fast komplett in Ruhe. Putzte sie ein paar mal die Woche und ging mit ihr öfter spazieren, aber nicht mehr.
Ich wollte uns einfach eine Pause geben, da wir da am Tiefpunkt unserer Beziehung waren.
Das war unteranderem auch ein Grund wieso ich auf meinem Instagram Profil nichts mehr gepostet habe. Ich habe einfach den Spaß an meinen Pferden verloren und auch an Instagram.
Jetzt nach knapp einem Jahr Pause, kann ich mit Stolz sagen, dass Espri komplett aufgeblüht ist.
Man kann sie jetzt anfassen, ohne dass sie am ganzen Körper zusammen zuckt. Sie liebt es gekrault zu werden und genießt jede Sekunde, bei der ich bei ihr bin.
Ich habe nun mit ihr die Freiarbeit begonnen und bin erstaunt wie toll sie sich macht. Sie lernte in wenigen Wochen so viel und unser Vertrauen ist stärker als das mit meinen anderen Pferden, einfach weil wir eine so intensive Vergangenheit hatten.
Als drittes und letztes im Bunde ist mein 10 Monate junges Stutfohlen Belén. Sie ist erst seit 4 Monaten bei mir und wird mein Zukünftiges Reitpferd.
Mit ihr Arbeite ich zurzeit natürlich nicht all zu viel, da sie ja noch sehr jung ist. Trotzdem gehen wir oft spazieren und zeigen ihr Alltagssituationen.
Sie beherrscht trotz ihres jungen Alters schon eine sehr gute Grundbasis in der Bodenarbeit und ich bin sehr gespannt  wo unsere Reise hinführt.
Ich reite seit meinem fünften Lebensjahr. Nach meinem Schicksalsschlag war ich auf Reha, wo Therapeutisches Reiten angeboten wurde.  Nach langer Suche reite ich nun in einem Stützpunkt für ambitionierte Parareiter auf einem Schulpferd. Trotz diesem Stützpunkt ist es schwierig für mich den Reitsport weiterhin zu betreiben, da es einfach viel höhere Kostenfaktoren gibt als im normalen Regelsport.
Mit Instagram habe ich nun wieder angefangen, um Sponsoren und Kooperationspartner zu finden. Diese könnten mir ermöglichen mein Hobby nicht aufgrund von zu hohen Kosten aufzugeben.
Falls ihr mich unterstützen möchtet und mir helfen wollt, eine aktive und größere Community aufzubauen um für Firmen präsenter zu sein und euch meine Seite und Arbeit mit den Pferden gefällt, könnt ihr mich gerne auf eurem eigenen Instagram Profil erwähnen.
Ich bedanke mich bei jeder Hilfe die ich kriegen kann, denn damit wird mir die Chance ermöglicht den Reitsport weiterzuführen!
Instagram : @toni.zlr
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