Heute gibt es den Bericht vom zweiten Tag des Jugendturnieres und auch den Kurzbericht von Nina`s darauffolgenden Ausflugs mit Calle nach Winnenden.

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Wie sagt man so schön: “Nichts ist so alt, wie ein Erfolg von gestern”

Ja, das stimmt wohl so. Manchmal kommen die Reiter in die Spirale, wenn es einmal gut funktioniert hat, zu denken, das läuft jetzt immer so. Dass das nicht so ist, wissen wir alle, oder wir müssen es im Laufe unserer Reiterlaufbahn lernen.

Und deshalb erzähle ich euch das auch alles so ehrlich. Weil es nichts schlimmes ist, ohne Schleife nach Hause zu kommen, sondern einfach daraus resultiert, dass man als Pferd-Reiterpaar nicht jeden Tag zuverlässig dieselbe Leistung abrufen kann.

Bei manchen anderen Sportarten ist es ja so, dass wenn man mal ein gewisses Niveau erreicht hat, das man das dann auch  oft wieder abrufen kann, wenn man keinen ganz schlechten Tag hat. Bei uns ist das aber anders. Es spielen so viele Faktoren eine Rolle, da wir ja nicht nur ein Lebewesen sind, das in Form sein muss, sondern zwei und das möglichst gleichzeitig.

 

So erging es uns heute.

Aber fangen wir von vorne an, natürlich war nicht alles schlecht, aber den Schleifenregen von gestern konnten wir nicht wiederholen.

Einen guten Start in den Tag machte Janka mit Hilkens No Doubt.  Für die Beiden ging es heute in ihre erste Dressurreiter-L. Premiere für beide.
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Beide waren hochkonzentriert und machten ihre Sache gut. Es war eine schöne Aufgabe mit noch kleinen Sachen, an denen wir noch arbeiten müssen, aber das wissen wir. Damit waren wir zufrieden. Bis es im Außengalopp in eine Ecke ging, in der sonst im täglichen Leben nie Menschen stehen.

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Das fand Doubti dann kurz gruselig und sprang in den Kreuzgalopp.  Den Fehler sahen natürlich auch die Richter und  dementsprechend gab es für die Vorstellung nur noch eine 5,8. 5,8 hört sich erstmal super schlecht an, aber irgendwie waren die Noten ( oder die Leistungen? Ich habe die Prüfung nicht gesehen) nicht so berauschend, dass Janka damit immerhin 4. wurde.

Damit herzlichen Glückwunsch an die Beiden zu ihrer ersten L-Platzierung

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Weiter ging es mit der E-Dressur. Heute waren wieder Antonia und Leonie am Start, die Erst,- und Zweitplatzierten von gestern.

Antonia ging als Erste ins Viereck.  Man merkte schon gleich beim losreiten, dass heute die Luft raus war. Die beiden Prüfungen von gestern steckte ihnen wohl noch in den Knochen und sie konnten heute leider nicht an die Leistung von gestern anschließen. Heute fehlte es ein bisschen an Schwung und ohne Schwung ist es bei Chica schwierig, sie in korrekter Anlehnung zu halten. Anlehnung entsteht eben aus dem Schwung aus der Hinterhand und den haben wir heute nicht gefunden.

Aber so ist das. Das ist nicht schlimm, da muss man damit leben.
Eine 6,1 sollte heute die Wertnote sein und damit war keine Platzierung in Sicht und Chica durfte ihren Feierabend auf dem Paddock genießen.

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Als nächstes war Leonie dran. Perina war ja gestern echt über sich selbst hinausgewachsen und wir hofften, das heute wiederholen zu können. Das sah beim Abreiten auch ganz danach aus, bis Leonie ins Viereck einritt. Wie angewurzelt blieb Perina stehen und war nicht dazu zu bewegen an den Menschen im Eck, an dem auch schon Doubti irritiert war, vorbeizulaufen. Das zog sich dann durch die Prüfung und diese eine Ecke war für Perina heute indiskutabel. Nichts zu machen. Leonie machte das Beste draus, schaute, dass es sich nicht zu einem größeren Problem aufschaukelte und kürzte an dieser Seite einfach ab. Das schlug sich natürlich in der Note nieder, aber sie bekam immerhin noch eine 6,4, mit dem Vermerk im Protokoll, dass es eine ansprechende Prüfung war, aber das Eckenproblem die Note deutlich minderte. So ist das Leben.

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So ging heute die Siegerehrung ohne uns von statten. Glückwunsch an dieser Stelle an alle anderen, die platziert waren.

Aber so ganz ohne weitere Schleife sollte der Tag nicht bleiben. Wir hatten ja noch Maya und ihren Stanley im Reiterwettbewerb am Start.

Aber auch der war heute ein bisschen müde, so dass Maya viel treiben musste. Ihr müsst euch vorstellen, wenn man so kurze Beine hat, dass man kaum über die Schabracke kommt, dann kann es schwer werden ein faules Pony wach zu machen. Das schafft keiner mit einem ruhigen Bein, da sind wir uns alle im Klaren darüber. So musste Maya ihre ganze Energie aufbringen und den kleinen Mann in Schwung bringen. Mit einer 6,8 reihten sie sich dann auf dem 5. Platz in ihrer starken Gruppe ein. Das hast du toll gemacht Maya.

Und ihr Beiden als kleinste Team Kaupp Reiter habt ja sowieso den Super-Niedlichkeits-Bonus bei uns.

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Damit waren alle Team Kaupp Reiter durch und wir konnten Calle fürs Turnier in Winnenden fertig machen. Nina ist ja inzwischen zu alt um beim Jugendturnier mitzureiten und so haben wir noch wo anders gemeldet.

Ein Stil-M sollte es heute sein. Da haben wir uns echt drauf gefreut, da das ja sowieso so selten ausgeschrieben wird. 64 Nennungen in der Prüfung zeigen aber ja, dass es durchaus angenommen wird, wenn es denn mal ausgeschrieben ist. Und die Noten in der Ergebnisliste zeigen ja auch, dass man durchaus auch im M-Springen einen schönen Stil reiten kann.

Nina kam heute leider nicht dazu eine Note zu bekommen. Calle lief eine schöne Runde, die auch sicherlich eine schöne Note gegeben hätte bis Sprung 5.

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Auf dem Weg von Sprung 5 auf 6 – mal wieder eine  Rechtswendung vom Abreiteplatz weg- fiel ihm wieder ein, womit er uns schon im Frühjahr dranbekommen hat. Nämlich dass er nicht vom Abreiteplatz weggeht und schon gleich gar nicht rechts rum! Punkt aus, das macht er nicht.  Was sagte ein kleines Kind am Rande:” Papa, kann das Pferd noch einmal Männchen machen?”  Ja, das kann er, soll er aber nicht.

So schnell hat man sein Problem wieder, von dem man eigentlich glaubte, man sein darüber hinweg. Aber Calle hat ein Gedächtnis wie ein Elefant, wenn der einmal was gemacht hat und womöglich damit auch noch durchkam, dann macht er das immer wieder. Nicht jedesmal, aber eben dann, wenn es ihm gerade einfällt.

Heute konnte Nina es geschickt lösen. Als sie merkte, dass der Weg nicht rechtsrum geht, wendete sie nach links und ritt den Sprung aus der Linkswendung an. Kein Problem für Calle. Drübergehüpft und weiter ging es, als wäre nichts gewesen. Auch, wenn am Ende wegen der Verweigerung und der Zeitfehler keine Note mehr übrig blieb, so war es doch gut, dass er den Parcours heute zu Ende ging. Man fährt dann doch nicht mit einem so ganz schlechten Gefühl heim, als wenn man ausgeschieden ist.

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