Das erste Mal für eine Mannschaft reiten

war eine ganz  neue Erfahrung für Leonie

Vor rund 4 Wochen kam der Anruf vom Pferdesportkreisvorsitzenden, ob Leonie sich den vorstellen könnte beim Fördergruppenturnier mitzureiten.

Nach einer kurzen Besprechung mit Leonie und ihrer Mama sagten wir vorsichtig zu, wollten aber erst noch unser erstes Auswärtsturnier in Waldenbuch abwarten.

Schließlich waren die beiden erst einmal gemeinsam unterwegs und das war zuhause in Leonberg.

Wir wussten ja gar nicht, was sie in einem fremden Viereck machen würde, wie das mit dem Hängerfahren und allem, was dazugehört klappt.

Es hätte ja sein können, dass Perina gar nicht in meinen  Hänger einsteigt, aufgeregt ist, nach ihren Freundinnen wiehert, oder einfach im Viereck nicht außenrum läuft.

Nachdem die Probe aber prima geklappt hat, nichts von alledem, was hätte passieren können eingetreten ist und Leonie dort mit 7,0 platziert war, haben wir für das Fördergruppenturnier genannt.

Ab dem  Moment ging es dann aber auch ins ernsthafte Dressurtraining. Der Zahnarzt war noch da, damit auch wirklich alles in Ordnung ist und dann ging es los mit dem Training.

Einerseits möchte Perina gerne jeden Tag aufs Neue locker gemacht werden, sie gehört nicht zu den Kandidaten, denen freie Tag gut tun, sondern zu denen, die die regelmäßige Arbeit brauchen um locker zu bleiben.

Gleichzeitig mussten wir sie aber auch motiviert halten, damit wir ihr den Spaß an der Sache nicht nehmen, wer will schon jeden Tag Dressur gehen?

 

Und da Perina auch noch ein dickes Pony-Puschelfell geschoben hat, musste vorher auch noch geschoren werden.

So bereiteten wir uns zwei Wochen lang auf das Turnier vor.

Es ist ja schon etwas anderes, ob man einfach nur alleine losfährt und dann klappt es halt oder es klappt nicht, oder ob man Teil einer Mannschaft ist und es auch für die anderen gut machen will.

Dressur, Stangenarbeit, spazieren reiten, Koppel, Scheren, wir hatten volles Programm.

Und heute früh ging es dann los.

Ein bisschen aufgeregt waren wir schon.

Aber mit Perinchen, die sich mustergültig im Hänger verhalten hat und auch dort die Ruhe in Person war, war jede Nervosität umsonst.

Sie machte ihren Job wie ein alter Hase.

Der Abreiteplatz war ihr Spielplatz, sie fühlte sich zwischen all den anderen Pferden sofort wohl und marschierte.

Und dann war es soweit und es ging ins Viereck.

Die beiden ritten eine konzentrierte, sichere Runde.

Saubere Hufschlagfiguren und ein gestreckter Grundsitz mit einer feinen Hilfengebung  standen am Ende unter dem Protokoll, lediglich etwas mehr Frische hätten sich die Richter gewünscht, aber Perina ist eben von Natur aus kein Rennpony.

Mit unserer 7,1 waren wir sehr zufrieden, auch wenn das am Ende in diesem starken Feld “nur” für den undankbaren Reserveplatz reichte.

Für die Mannschaft war das Ergebnis trotzdem wichtig, weil Leonie 38 Punkte zur Mannschaftswertung beisteuern konnte.

Nach den beiden Dressuren liegt der PSK Böblingen jetzt auf dem 5.Platz von 13 teilnehmenden Mannschaften und wir drücken morgen den Reitern im Springen und Gelände die Daumen, dass auch sie noch viele Punkte sammeln und damit ein gutes Endergebnis erreichen können.

Für Leonie war es sicher eine tolle Erfahrung mal bei so etwas mitgemacht zu haben, und wir sind stolz auf das Perinchen, dass sie alles so gelassen und tapfer mitgemacht hat.

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