Nun ist er schon wieder vier Wochen zuhause. Unser kleiner Champion Paul.

Gehofft hatten wir es schon lange, dass wir ihn wieder nach Hause holen können. Wir hatten zwar extra eine Rentnerkoppel ausgesucht, die erreichbar ist, aber die 1,5 Stunden Fahrt ( ein Weg) haben sich dann im Alltag doch immer noch als zu weit herausgestellt.

Und so haben wir Paul vermisst.

Auch, wenn wir wussten, dass es ihm dort gut geht, so hat er uns doch gefehlt. Irgendwie hat es nicht geklappt, Paul in eine schöne Rentnergruppe zu integrieren, wahrscheinlich ist der kleine Mann einfach zu frech. Und so stand er im letzten Jahr mit Pluto gemeinsam und bekam als Pluto abgeholt wurde, wieder einen neuen Partner aus Leonberg.

Aber so ganz optimal war das halt nicht. Wäre er in eine Gruppe integriert gewesen, hätten wir ihn dort gelassen, aber da er das wohl nicht wollte, stand der Gedanke ihn nach Hause zu holen schon lange im Raum.

Die Umsetzung scheiterte erstmal an Ninas Auslandsaufenthalt und an meiner Ausbildung. Wir hätten einfach nicht die Zeit gehabt, uns ordentlich um ihn zu kümmern und so stand er dort doch noch besser. Es ging ihm ja gut dort, wir wollten ihn halt einfach nur wieder näher bei uns haben.

Und dann kam die Idee.

Es gibt bei uns in Fußnähe zum Reitverein einen kleinen Offenstall, in dem Krümel wohnt. Krümel braucht aber immer einen Freund, da er da nicht alleine wohnen kann. Jetzt war es soweit und seine bisherigen Freunde zogen aus. Der Platz bei Krümel im Rentnerparadies wurde frei und es war natürlich keine Überlegung für uns, ihn nicht zu übernehmen.

Das war unsere Chance, Pauli wieder bei uns zu haben.

Und dann kam der Tag X. Wir konnten ihn holen.

Ganz früh gleich hängten wir den Hänger an und machten uns auf den Weg. Die vielen Baustellen und Umleitungen, die die Fahrten ganz schön lang machten, bestätigten uns darin, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Dort angekommen sammelten wir Pauli im Laufstall ein und er kletterte in den Hänger, als wenn er sich schon auf die Fahrt freuen würde. Ja, ok, Paul ist schon immer gerne Hänger gefahren.

An dieser Stelle ist es Zeit, der Familie Wolf zu danken. Paul war ein Jahr lang bei euch top betreut und er sieht auch jetzt super aus.

Zuhause angekommen gab es natürlich erst mal eine Bemer-Behandlung und eine Extra Wellness Körperpflege, bevor er sein neues Domizil erkunden konnte.

Der Einzug ins neue Zuhause war unproblematisch. Paul erkundete seine Box, seinen riesigen Sandpaddock, begrüßte Neu-Kumpel Krümel und war angekommen. Ab diesem Moment spielte er den Hausherren.

Wenn er einen von uns um die Ecke kommen hört, stellt er sich an seinen Zaun, als wenn er Besucher empfangen würde.

Auch Kumpel Krümel wurde beschnuppert und als gut empfunden. Seitdem wächst hier eine ganz dicke Männerfreundschaft.

Ja, das war soweit erstmal alles, was es zu erzählen gibt. Es ist schön, Paul wieder jeden Tag um sich zu haben. Da wir nun wieder Selbstversorger sind und Paul selbst misten und füttern, geht der erste Weg morgens zu den Beiden ins Rentnerparadies und das ist auch für mich ein perfekter Start in den Tag.

Sich jeden Tag wieder um seinen Quatschkopf kümmern zu können ist eben doch etwas anderes, als ihn nur mal zu besuchen.

Auch, wenn Paul gesundheitlich in Top Zustand ist, so ist es erstmal nicht der Plan ihn wieder zu reiten. Die Sehne ist noch ziemlich dick und verklebt, dadurch, dass sie in der Regenerationsphase nicht behandelt wurde. Aber da bin ich guter Dinge, dass wir das mit physiotherapeutischer Betreuunng nach und nach wieder weich und beweglich bekommen.

Und wer weiß, vielleicht hat er dann doch nochmal Lust auf den ein oder anderen Ausritt.

Aber das steht noch in den Sternen. Momentan macht er mal noch gar nichts, außer den ganzen Tag vom Paddock auf die Koppel, von der Koppel in die Box und umgekehrt zu laufen. Und genau das ist ja gut für ihn. Ruhige Bewegung rund um die Uhr.

Ja, das war`s dann erst mal von Pauli. Wir nehmen euch sicher immer wieder in der Story mit, und ihr könnt auch an seinem Rentnerleben teilhaben.

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