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Back on Track, der schwedische Hersteller, der eigentlich für seine Keramikfaserprodukte bekannt ist, hat nun auch Reithelme im Sortiment, die wir schon für euch ausprobieren durften.

Nina hatte sich für den Produkttest den EQ3 LYNX SMOOTH TOP ausgesucht, der für 209,00 € zu kaufen ist. Der auf dem Bild linke Helm ist erhältlich in blau, braun oder schwarz. Es gibt ihn in drei Größen.

Die Größe S deckt die Kopfgrößen 50-53 ab, was ich persönlich super finde, da man selten so kleine Helme findet, die nicht in die Kategorie Kinderhelm gehören. Dazu komme ich aber gleich, wenn ich euch meinen Helm vorstelle.

Die nächste Größe wäre dann M und reicht von 54-58 cm Kopfumfang und als dritte Größe gibt es L, das ist dann 59-61 cm.

Der linke Helm ist ein M.

Der rechte Helm ist meiner, und der ist tatsächlich in Größe S. Ich habe sehr oft das Problem dass mir selbst die kleinsten Helme zu gross sind, und ich dann das Rädchen so eng drehen muss, dass ich davon Kopfschmerzen bekomme. Die logische Folge davon ist, dass man den Helm so wenig wie möglich aufsetzt und das ist ja nicht Sinn der Sache.

Mein Helm ist heißt EQ3 Micromocca Blue-Sand und ist für 239,00 € zu haben.

Dieser Helm ist jetzt schon mal von der Schale her kleiner und damit auch für Mini-Köpfe wie meinen super bequem.

Ist Nina`s EQ3 noch schlicht gehalten und hat eine abwischbare und damit sehr pflegeleichte Oberfläche, so habe ich mich für den etwas auffälligeren Helm mit etwas Glitzer und einer Microfaseroberfläche entschieden.

Aber das ist ja bekanntlich Geschmackssache. Wenn ihr auf der Seite vorbeischaut, werdet ihr die verschiedenen Möglichkeiten, sei es farblich oder auch ausführungsmäßig sehen und jeder sollte etwas finden, das ihm passt und gefällt.

Jetzt ist aber ja bei einem Helm die Optik schon wichtig, aber die Sicherheit noch wichtiger.

Und da sind uns die Schweden ja bekanntlich oft einen Schritt voraus.

Wie auch hier. Sie haben ein ganz neues System in die Helme integriert, das werde ich euch nun kurz vorstellen, da ich das für sehr wichtig halte, dass man sich damit beschäftigt.

Da das System in vielen anderen Sportarten schon verbreiteter ist und schon sehr viel genutzt wird, habe ich mich mal ein bisschen schlau gemacht und bei www.bergfreunde.de gefunden, was denn das System überhaupt ist.

Ein mit MIPS ausgestatteter Helm sieht fast genauso wie ein Helm ohne MIPS aus. Der einzige Unterschied, der sichtbar ist, ist der, dass sich auf der Innenseite eine dünne gelbe Lage Material unterhalb der Polster befindet. Von außen lässt es sich nur erkennen, wenn der Helm ein kleines gelbes MIPS Logo trägt. Beim Tragen wird dir kein Unterschied auffallen.

Was bedeutet MIPS?

MIPS steht für Multi Directional Impact Protection System, auf gut deutsch: Es ist ein System, welches vor Aufschlägen mit unterschiedlichen Bewegungsrichtungen/ Kraftrichtungen schützen soll. Diese unterschiedlichen Kraftrichtungen entstehen bei Schlägen, die unter einem Winkel auf den Helm treffen.

Klassische Helme absorbieren am besten statische (gerade) Schläge, die unter rechtem Winkel auftreffen und bei denen keine Rotationskraft entsteht. Da statische Schläge unrealistisch sind und man meist in einem Winkel auf den Boden oder anderen Hindernissen auftrifft wurde das MIPS System entwickelt. Es absorbiert sowohl statische Kräfte als auch Rotationskräfte.

Wie funktioniert ein Helm mit MIPS?

Im Falle eines Unfalls, wird ein Helm ohne MIPS deinen Aufprall abdämpfen, in dem sich das Futter im Helm durch die Druckeinwirkung verformt. Dieser Aufprall kann jedoch dazu führen, dass das Gehirn im Schädel Schaden nimmt. Die Wissenschaft, die sich hinter dem MIPS verbirgt, basiert auf der körpereigenen natürlichen Abwehr gegen derartige Schäden am Hirn, nämlich der Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit, die sich zwischen Gehirn und Knochen befindet und somit Stöße abfedern und ausgleichen kann.

https://ratgeber.wigglesport.de/sites/default/files/u75/mips1.jpg

In dem es also die Funktion der Flüssigkeit nachahmt, verrutscht das MIPS, um so der Kraftauswirkung des Aufpralls entgegenzuwirken. Die MIPS-Lage bewegt sich lediglich ein paar wenige Millimeter während 2 kurzen Millisekunden, aber das allein reicht bereits aus, um die Aufprallwirkung zu reduzieren, die sonst an dein Gehirn weitergeleitet werden würde und dort hohen Schaden verursachen hätte können.

Man kann davon ausgehen, dass sich dieses geschickte, unscheinbare System auch in den Reitsport einschleichen wird und was ist schon geschickter, als ohne selbst etwas dazu beizutragen für mehr Sicherheit im Reitsport und auch für sich selbst zu sorgen?

Wir sind jetzt einige Male mit den Helmen geritten, und fanden sie sehr bequem. Auch die durchdachte und großzügige Belüftung wird im Sommer das Ihre dazu beitragen, das Tragen des Helmes angenehm zu machen und im Hinterkopf zu haben, dass man sich so gut wie möglich schützt, sollte jedem Reiter ein gutes Gefühl geben.

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