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Ich muss euch etwas zeigen

Dass ausgerechnet ich mal einen Handschuh ausprobieren, vorstellen und auch noch für gut befinden würde, wenn mir das vor fünf Jahren jemand gesagt hätte, ich hätte schallend gelacht.

Ich war wohl der größte Handschuhverlierer aller Zeiten und habe mir deshalb irgendwann gar keine mehr gekauft. Und schon gar keine teuren, das hat sich ja nicht gelohnt, ich habe sie ja sowieso verloren.

Und genau da schließt sich mal wieder der Kreis. Ich erzähle euch auch warum.

Also, was ist denn nun das Huhn und was da Ei, bzw. was war zuerst da? Mein Geiz mir ordentliche Handschuhe zu kaufen oder das Problem, dass ich sie verliere?

Genau  mit diesem Problem lernte ich Tamara Schmidt kennen. Ja, die Tamara, die gemeinsam mit ihrem Mann Hauke die Handschuhe der Firma Schmidt herstellt und vertreibt.

Wir waren in Metzingen einkaufen und Nina brauchte neue Handschuhe, so war es ein Katzensprung von Metzingen nach Bad Urach, wo wir gleich noch welche mitnehmen wollten.

Nina probierte verschiedene an, ließ sich von Tamara beraten und ich saß daneben und winkte erstmal ab.

Handschuhe brauche ich nicht, habe ich seit 40 Jahren nicht an und verliere sie sowieso.

“Warum ich sie denn verlieren würde” fragte Tamara.  Meine Antwort war: ” Weil ich damit nicht arbeiten kann, sie deshalb immer irgendwo ausziehe und dann liegen lasse.  Und wenn ich sie sowieso immer ausziehe, kann ich sie auch gleich weglassen.”

Dementsprechend sahen damals aber auch meine Hände aus. Wie die eines Bauarbeiters, aber immerhin hatte ich genug Hornhaut, dass ich tatsächlich keine Blasen bekam. Nur, wenn wir irgendwo waren, dann versteckte ich meine nicht gerade zarten Hausfrauenhände immer unter dem Tisch.

Das wollte Tamara aber gar nicht hören. “Dann hätte ich eben noch nicht die richtigen Handschuhe gefunden, war ihre Einschätzung”. Ja, dachte ich das musst du ja jetzt sagen, probierte aber geduldig die Handschuhe aus dem großen Reportaire an.

Ich ließ mich tatsächlich zu einem überreden, den ich auch zum probieren mit nach Hause nahm.

Ich dachte, ok, das kann man ja mal probieren spätestens in zwei Wochen sind die sowieso weg.

Aber dem war nicht so. Das ist jetzt rund zwei Jahre her und inzwischen kann ich es   mir nicht mehr vorstellen ohne Handschuhe zu reiten.  Ich habe sogar ein paar im Gartenhaus für die Gartenarbeit.

Es scheint, als hätte ich tatsächlich meinen ganz persönlichen Handschuh gefunden. Den kann ich tragen, mit dem kann ich werkeln, ohne ihn ständig ausziehen zu müssen und oh Wunder, die verliere ich nun auch nicht mehr. Die habe ich immer an, und am Ende des Tages kommen sie in den Helm  und sind am nächsten Tag immer noch da.

Welches Modell mich dann doch überzeugt hat?

Das waren diese:

Mit denen hatte ich mich echt angefreundet. Und jetzt merkte ich, was Tamara gemeint hatte.

Meine Sparsamkeits-Billighandschuhe, die ich bisher immer hatte, gerne auch mal eine halbe Nummer zu groß waren einfach vom Material und von der Passform her nicht meine. Deshalb ging das nicht. Ich hatte kein Gefühl damit.

Mit den Touch of Class oder den Touch of Magic war ich angekommen. Bei dem Handschuh, der zu mir persönlich am besten passt und der seitdem mein treuer Begleiter ist.

Ich wäre auch  nie auf die Idee gekommen einen anderen zu kaufen. Never Change a winning team.

Aber dann kam Aachen 2018.

Hauke war mit dem Stand da und fragte mich, ob ich den neuen Sommerhandschuh Claristo schon kenne, der sogar von der Zeitschrift Cavallo ausgezeichnet wurde.

Natürlich kannte ich ihn nicht, es gab ja auch keinen Grund einen anderen auszuprobieren.

Im Schwabenländle gibt es einen Spruch: ” Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht”. Ja, der passt schon auch zu mir.

Wenn ich von etwas überzeugt bin, probiere ich eigentlich selten was anderes aus.  Warum auch.

Aber ich habe es doch probiert. Skeptisch zwar, aber immerhin.

Der arme Kerl musste alles mitmachen.

Erst Doppellonge mit Ginny. Das ist gleich mal eine kleine Herausforderung. Man hat ja schließlich irgendwie immer zu wenig Hände. Die Longe in der Hand, der Rest der Longe, die Peitsche, da kann man nichts brauchen, was noch  mehr aufträgt oder gar stört.

Und was soll ich sagen. Das ging einfach. Durch die Kunstlederfläche in der Innenhand hatte ich den selben Grip an der Longe wie mit dem Touch of Magic und das Netzmaterial auf der Handoberfläche lässt tatsächlich eine gute Luftzirkulation zu. Das hat sich schon gut angefühlt. Ich war doch ein bisschen überrascht, das muss ich zugeben.

Ich hätte nicht gedacht, dass mal einer meinen Favoriten das Wasser reichen können wird.

 

Das war dann also der erste Pluspunkt für den Claristo.

Jetzt wollte  ich es aber genau wissen. Also probierte ich ihn gleich auch noch mit der Kandare aus.

Vier Zügel, ein bulliger Calle, eine Gerte in der Hand und dann noch Gefühl haben wollen, weil Calle sonst gnadenlos das Maul aufsperrt.

Und nach der halben Calle-Dressurstunde hatte der Claristo den zweiten Pluspunkt gesammelt.

Ich habe ihn auf jeden Fall beim Reiten nicht gemerkt und das ist ja der Sinn.

Der Handschuh soll seinen Job machen und die Hände schützen, aber man soll nicht merken, dass man überhaupt einen an hat.

Und so war es auch. Der Kerl machte sich so unsichtbar, dass ich selbst vergessen habe ihn beim Abspritzen auszuziehen und schon war er nass und heimste unbemerkt den dritten Pluspunkt ein.

Eine halbe Stunde in der Sonne, bis das nächste Pferd fertig war und er war schon wieder trocken und vor allem nicht hart.

 

Ja, was soll ich dazu noch sagen.

Der  hat mich überzeugt.

Auch die Optik ist ansprechend mit seinem Lackstreifen auf dem Handrücken, der großen Klettlasche, die sich weit öffnen lässt, so dass man ihn ohne gewurschtel an,- und ausziehen kann, ein bisschen bling-bling, das natürlich immer geht und seinem Materialmix, der gerade bei den Temperaturen total angenehm ist.

Für die Leute die in schwarz-weiss Turnier reiten ist das sicherlich auch eine Option als Turnierhandschuh.  Für mich wird es ein weiterer Begleiter für zuhause sein, der sich mit den Magic Tacks abwechseln wird, da es ihn gerade nur in schwarz-weiß gibt.

 

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