Heute werde ich den Blog kurz halten, da ihr am Ende des Blogs ein Video über das Training der letzten zwei Tage bekommt.

Aber ein kleines bisschen Info dazu, was wir da gemacht haben und warum gibt es wie immer von mir.

Mit Ginny machen wir immer sehr gerne und sehr viel Springgymnastik.

Gerade auch beim Dressurreiten hilft es uns sehr weiter, wenn wir Ginny mit diesem Programm locker machen und ihr immer wieder den Spaß am Laufen vermitteln, was so beim reinen Kringelreiten manchmal schwierig ist.

Wir nützen gerne die Stangen dazu, da Ginny da nach einer Einlaufphase meistens doch von alleine wacher wird und wir sie weniger drängen müssen zu laufen.

Leider ist es immer noch so, dass sie von selbst eigentlich am liebsten nicht laufen würde.

Egal, ob beim Longieren, beim Freilaufen, Dressur, Springen oder Gelände, sie ist immer noch sehr zögerlich, wenn es losgeht.

Mit der Zeit kann man sie überreden und dann kommt der Punkt, an dem sie Spaß findet und dann geht es wie von alleine.

Aber an den Punkt muss man immer erstmal kommen. Eigentlich jeden Tag aufs Neue.

Wir kennen das Spiel schon und lassen uns nicht mehr beirren, sind aber natürlich jeden Tag wieder am überlegen, wie man ihr vermitteln kann, dass das Laufen Spaß macht, wenn man erst mal bereit ist seinen Kopf und Körper loszulassen.

Wenn sie es dann verstanden hat, dann ist alles easy.

Ich habe euch heute mal unsere Skizze aufgezeichnet, mit der wir unser Mädchen zwei Tage lang bespaßt haben und sie toll mitgemacht hat.

 

Ich baue immer gerne mal so eine Reihe aus Trabstangen auf, die ich auf einer Seite hochlege. Die Abstände, die ich zwischen den Stangen mache, passe ich immer der Tagesform der Pferde an. Natürlich kann man mit dem unterschiedlichen Aufbau fördern, ob ein Pferd längere oder kürzere Trabtritte macht, aber das war heute nicht mein Plan. Wir haben die Stangen so lange verändert, bis Ginny einfach  nur locker rübertraben konnte, ohne, dass man etwas von ihr verlangt. Einfach nur hintraben und machen lassen. Sie sollte sich nicht großartig anstrengen müssen dabei und überfordert fühlen, was bei ihr sehr schnell passiert. Sie sollte einfach nur merken, dass sie sich loslassen kann und niemand sie zu etwas überredet, was ihr schwer fällt. Das hat dann zur Folge, dass sie sowohl im Kopf, als auch im Rücken loslässt, einfach Vertrauen in sich selbst fasst, selbstbewussster und damit leistungsbereiter wird. Das Ziel bei Ginny ist immer, sie nicht reiten zu wollen, sondern sie soweit zu bringen, dass sie das selbst machen will. Wenn man das erreicht hat, dann kann man alles von ihr bekommen.

Noch vor nicht  mal einem Jahr hat Ginny schon dicht gemacht, wenn sie nur mehrere Stangen hintereinander gesehen hat.

Sie war so festgehalten im Körper, dass selbst ein Abstand von 2,70 zuviel für sie war, weil sie nicht bereit war sich loszulassen.

So eine Reihe aus Kreuzen mussten wir tatsächlich einzeln anfangen. Ein Kreuz, dann noch eins dazu, das Ende der Stunde war, dass sie über alle drei drübersprang möglicherweise auch noch mit einem vernünftigen Abstand von 3,00m und mehr.

Mit unendlich vielen Springgymnastikeinheiten haben wir es innerhalb eines Jahres geschafft, dass sie nun einen Riesenspaß daran hat und mit den Sprüngen spielt.

Wir gehen es immer noch recht vorsichtig an, aber ihre Motivation, ihr Mut ist immer schneller da und sie lässt los und springt inzwischen solche Reihen wie ein kleiner Professor.

Viel mehr möchte ich dazu auch gar nicht erzählen, ich hänge hier jetzt einfach das Video an, das ich ein bisschen mit kommentiert habe und denke man kann gut erkennen, wieviel Spaß Ginny daran hat und vielleicht bekommt der ein oder andere von euch auch Lust auf die Spielerei mit den bunten Stangen, die ich übrigens auch für Dressurpferde für eine tolle Abwechslung halte.

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