Da hatte es der Wettergott aber gut mit uns gemeint

Bei schönstem Spätsommerwetter machte sich unsere Truppe auf den Weg nach Waldenbuch

Mit zwei Hängern ging es heute los.

Der Reiterwettbewerb und  eine E-Dressur standen auf unserem Programmzettel. Glücklicherweise lagen die Prüfungen direkt hintereinander, so dass alles nahtlos ineinander überging. Ein Reiter nach dem anderen war an der Reihe, so dass jeder die optimale Vorbereitungszeit hatte und immer genügend Helfer für das ganze Drumrum da waren.

 

Das Turnier in Waldenbuch startete für uns mit Ginny und Jule

Nachdem wir gestern erstmal alleine unterwegs waren, um zu schauen, was passiert, ging Ginny heute gleich mit der ganzen Gruppe mit aufs Turnier. Am Anfang bin ich immer gerne mal allein mit einem Paar unterwegs, da hat man einfach mehr Zeit und Ruhe für die Betreuung und das Ganze druhherum. Wenn man noch nicht weiß, wie das geht, dann ist das besser so. Aber nachdem das gestern ja völlig unproblematisch war und außerdem auch Jules Mama Catherine und Nina dabei waren, haben wir das heute gleich  nochmal gemacht. Und so machten sich Jule und Ginny auf den Weg zum Abreiteplatz.

Wir hatten viel Zeit, da sich die vorige Prüfung in die Länge zog und Jule konnte gemütlich Schritt reiten.  Das Abreiten war wieder easy, Ginny total entspannt und Jule sowieso.

Heute gab es gleich noch eine neue Herausforderung. Durfte Jule gestern noch hinterherreiten, musste sie heute die Abteilung anführen. Würde Ginny außenrum gehen? Keine Ahnung, wir mussten es auf uns zukommen lassen.

Aber das war für Ginny gar keine Frage. Mit ihrem Mich-kann-kein-Wässerchen-trüben-Gesicht marschierte sie wieder durch die Prüfung. Jule ritt schöne Hufschlagfiguren und machte ihre Sache wieder sehr gut.

Witzigerweise war ich ja gestern  noch hochnervös, vor allem vor der Galopparbeit, heute gab es davon keine Spur mehr. Ich war total entspannt, hatte das Gefühl, dass die Beiden das schon machen werden und konnte in Ruhe und ohne Herzklopfen die Prüfung anschauen.

 

Heute vergaben die Richter für Jule Ritt eine 7,3 und wurden die Beiden 3. in  ihrer Abteilung.  Es scheint, als ob Ginny es total witzig findet, wie einfach man doch an ein Schleifchen kommen kann. Ich glaube, sie findet, das Schritt-Trab-Galopp und Zirkel / Ganze Bahn als Lebensaufgabe völlig ausreicht. Wer braucht schon Außengalopp und so anstrengende Sachen? 😉

Noch während Jule und Ginny in ihrer Prüfung waren, bereitete sich schon das nächste Paar auf dem Abreiteplatz vor. Gleich in der nächsten Abteilung ging es weiter  mit Maya und Stanley. Es istimmer wieder so so süß, die Beiden zu sehen. Stanley der schaut, als wäre er das wichtigste Pony auf der ganzen Welt, und die kleinste im Team Kaupp Team, Maya, die alles gibt, um ihn mit ihren Beinchen, die gerade mal übers Sattelblatt kommen, flott zu machen. Von alleine läuft nämlich auch ein Stanley nicht, aber Maya hat das schon raus und weiß sich zu helfen.

Und so durfte Maya heute nach einer schönen Prüfung ihre erste goldenene Schleife inkl. Pokal und die erste gewonnene Schabracke in Empfang nehmen. Die Freude war riesig, vor allem, weil wir draußen das erst mal gar nicht mitbekommen hatten und ja auch nicht erwartet hatten, dass Maya als erste aufgerufen wird.  Erst als sie da von hinten vortrabte, haben wir es auch kapiert.

Glückwunsch an dich, liebe Maya, und danke an den Reitverein Waldenbuch für den tollen Ehrenpreis.

Und für uns ging es nahtlos weiter mit Lena und Stanley.

Nach dem Verkauf von Mr.Knister darf Lena die Ponys von Maya und Leni mitreiten und war heute ebenfalls mit Stanley unterwegs.

Auch Leni machte ihre Sache supergut, aber wie das halt so ist im Reiterwettbewerb, man muss die Kinder, die das alle gut machen, irgendwie sortieren. So war es heute für Lena der fünfte Platz, aber da sie sich schon im Vorfeld eine blaue oder rote Schleife gewünscht hatte, war das Tagesziel ja erreicht.

 

Nicht, dass es uns zwischendurch langweilig geworden wäre. Noch während wir uns über Lenas Ritt gefreut haben, bereitete sich schon Leonie auf die E-Dressur vor.

Für Leonie war das heute eine spannende Sache.

Nicht nur, dass es das erste Auswärtsturnier  mit ihrer Perina war, es hatte sich auch noch der PSK- Vorstand angekündigt, der Reiter für das Fördergruppenturnier in Tübingen sichtet. Alles doppelt aufregend also.

Aber alles lief glatt. Ich fand die Runde gut und gleichmäßig. Es war alles da, was man in einer E-Dressur erwartet. Die Note war vielleicht ein bisschen sparsam. Von mir hätte Leonie eine 7,5 bekommen, die Richter vergaben eine 7,0.

Aber alles gut, wir waren froh, dass das erste Auswärtsturnier inkl. Hänger fahren und allem so gut geklappt hat und das Fördergruppenturnier kann auch kommen.

Es entscheidet sich zwar erst kurz vorher, wer tatsächlich reiten darf, aber auf der Longlist sind wir schonmal

Als letztes Paar des Tages waren Chica und Toni dran.

Nachdem sie mir gestern die Prüfung ordentlich verpennt hatten, war Toni heute wach.

Ein ganz anderes Bild als gestern war das heute und ich konnte entspannt am Viereckrand zuschauen, wie Toni super geschickt ihre Chica durch die Prüfung lenkte. Das vordere Pferd hatte nicht den großen Gang drin und konnte sich mit dem Richterhäuschen nicht anfreunden. Da er dann aber immer auf den zweiten Hufschlag auswich, konnte sich Toni immer wieder auf dem Hufschlag daneben setzen und es ging weiter.

So ein E-Dressur Pas de deux hat ja auch was 😉

Für Toni gab das heute die Belohnung für besseres Reiten als gestern und sie wurde  mit 7,7 in dieser Prüfung 2.

 

Damit war unser erfolgreicher Tag beendet und wir freuen uns auf die nächsten Turniere, die noch anstehen, bevor wir in die Winterarbeit gehen.

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