Jetzt war es aber eine ganze Zeitlang ruhig ihr, aber das hatte verschiedene Gründe. Die Umsetzung der neuen Datenschutzgrundverordnung hat mich doch sehr verunsichert und ich war kurz davor, das alles hier aufzuhören, da es für einen reinen Anwender echt schwierig ist, so etwas hier zu machen, ohne mit dem Gesetz in Konflikt zu kommen. Und wie es so schön heißt, “Unwissenheit schützt vor Strafe nicht”. Eigentlich wäre das der Zeitpunkt gewesen ganz aufzuhören. Das mit dem Werbethema ist ja schon kompliziert genug, jetzt auch noch das dazu und immer läuft man doch Gefahr etwas falsch zu machen. Da habe ich echt lange hin und her überlegt, ob es das eigentlich wert ist.

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Aber ich bin, auch Dank lieber Freunde, die mich unterstützen und im Hintergrund helfen, zu dem Entschluss gekommen, dass ich weitermachen werde. Jedenfalls erstmal. Bald werdet ihr hier auch einige Änderungen bekommen, der Blog bekommt ein ganz neues Gesicht, aber das ist viel Arbeit, die ich nicht selbst machen kann und die im Hintergrund läuft und seine Zeit braucht. Ihr dürft aber schon mal gespannt sein.

Bis auf weiteres wird die Kommentarfunktion auf dem Blog ausgeschaltet bleiben, nicht, weil ich eure Meinung nicht wissen will, sondern, weil das auch nicht in Ordnung ist und bevor ich Ärger bekomme, gibt es die eben erst mal nicht mehr.

So weit so gut, ich hoffe, wir haben alles notwendige umgesetzt und ich kann mich wieder darauf konzentrieren für euch lebhafte und ehrliche Beiträge aus dem ganz normalen Team Kaupp Leben ( oder Wahnsinn?) zu schreiben.  Das mache ich gerne, das ganze Tam Tam drum rum finde ich dann doch eher lästig.

Also, genug geschwafelt, jetzt geht es wieder los mit dem Bericht vom Turnier in Holzgerlingen.

Wie ihr schon aus Insta wisst, hat sich Ginny eine Auszeit genommen. Sie ist nicht lahm, aber auch irgendwie  nicht so richtig in Ordnung. Man sieht von unten nichts, sie fühlt sich aber von oben schlecht an. Einfach nicht so, wie sie sein soll. Und deshalb war sie natürlich nicht in Holzgerlingen dabei. Sie genießt gerade zuhause das Leben auf der Koppel und wenn unser Chiro Zeit hat, wird er sie anschauen und dann sehen wir weiter.

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Einerseits steht sie natürlich, wie fast alle Pferde gerne auf der Koppel, aber andererseits nervt es sie glaube ich  schon selbst, dass sie nicht geritten wird. Wer hätte das gedacht. Sobald man Calle aus der Box holt fährt ihr Kopf hoch, sie macht alles, um auf sich aufmerksam zu machen, weil sie Angst hat  vergessen zu werden. Ganz schlimm war es, als ich mit dem Hänger kam. Da wurde sie ganz aufgeregt und ich musste ihr erklären, dass sie nicht mitfahren würde. Der Blick als wir ohne sie vom Hof gefahren sind war völlig verständnislos. Armes Mädchen, hoffentlich darf sie bald wieder mit.

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Calle hatte also heute viel Platz. Einen ganzen Vierer-Hänger für sich zu haben ist schon Luxus. Und Calle fühlt sich dann wie der King, wenn er so aus seinem Fenster raus das Geschehen auf dem Hängerparkplatz beobachtet.

Aber irgendwann ist dann auch mal Arbeit angesagt.  Calle war ja seit Kreuth nicht mehr auf dem Turnier. Wir hatten ein L und ein M-Springen genannt. Es war die Frage: ” Soll er ein L zum Einlaufen gehen, oder  lieber nur das M, damit er nicht müde ist?” Es ist egal, wie man sich entscheidet, es kann immer richtig oder falsch gewesen sein. Das weiß man aber eben erst hinterher. Da sagt man dann gerne mal: Hätte ich doch…”

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Egal, nachdem er in Kreuth sehr gut in den M-Springen ging, gingen wir das Risiko ein, ihn ohne Einlaufprüfung das M gehen zu lassen. Dafür sollte er dann munterer sein, als wenn er schon eine Prüfung gelaufen wäre. Man muss nämlich wissen, dass Calle von Haus aus nicht den allergrößten Bewegungsdrang hat und eigentlich findet, dass man auch mit weniger Aufwand durchs Leben kommt.

Beim Abreiten dachten wir ganz kurz, wir hätten den falschen Weg gewählt. Calle war wach, sehr wach. Wie Nina die Sprünge anreiten wollte interessierte ihn herzlich wenig und er sprang einfach ab, wann er wollte, ganz frei nach dem Motto: “Vermögen kommt nicht aus der Mode” Ui, da hab ich aber geschluckt, als Dumbo-Calle an mir vorbeisegelte wie so ein fliegender Elefant. Das kennen wir ja gar nicht von ihm.

Im Parcour ließ er sich dann aber doch reiten. Ein bisschen stark war er, da geht dann die Lenkung nicht so gut, weil es sich ganz gern mal auf dem Gebiss festbeißt und den Schenkel geflissentlich ignoriert.  Daraus resultiert dann immer ein nicht ganz so gute Zeit, weil die Reaktionswege vom Hirn zu den Beinen einfach zu lang sind.  Diese Reaktion hat leider auch in der ersten Kombi gefehlt. Einsprung um, Aussprung um. 8 Fehler. Aber ab da ( das war Sprung 4 a/b) war er wach. Der Rest war tip top, im Großen und Ganzen eine gute Runde und wir konnten zufrieden sein.

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Kombeinsprung- erster Fehler

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Kombiaussprung- zweiter Fehler

Nach den Anlaufschwierigkeiten zu Saisonanfang sind wir immer noch froh, wenn er springt, und eben nicht plötzlich stoppt oder gar den Platz verlassen will. Alles gut also.

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Zufrieden durfte er dann noch das Gras rund um unseren Hänger abfressen, bevor es nach Hause zu seinem Ginny-Mädchen ging.

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