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Erstmal vorab ein paar Dinge in eigener Sache. Wir haben uns vor rund zwei Jahren das erste Micklem gekauft und benutzen es seitdem bei immer mehr Pferden.  Nicht, weil wir es geschenkt bekommen haben oder gar dafür bezahlt werden, sondern ganz einfach aus Überzeugung. Der momentane Verdacht, jeder Blogger würde alles geschenkt bekommen und nur noch Sachen nutzen, für die er bezahlt wird, ist Unsinn. Ich benutze die Sachen, die funktionieren, und die kaufe ich mir auch, wenn ich die Ausgabe für notwendig halte.

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Trotzdem werdet ihr am Ende des Blogs meinen obligatorischen Hinweis zur Produktplatzierung sehen, man weiß ja nie, was anderen so einfällt und eine Rechtfertigung, was selbst gekauft, gesponsert, bezahlt oder eben auch nicht ist, ist mir zu kompliziert. Also ganz einfach dieser Hinweis.

Und dann liegt mir gleich nochmal  etwas auf dem Herzen.

Eine Trense kann gutes, reelles Reiten und korrekte Ausbildung nicht ersetzen. Wenn euer Pferd also ein grundsätzliches Ausbildungsproblem hat, dann wird das Micklem euch auch nicht weiterhelfen, eine Wunderwaffe ist es nämlich nicht.

Aber das ist ja immer so. Ihr könnt euch und euer Pferd mit guten, vor allem passenden Zubehör unterstützen, richtig reiten müsst ihr aber trotzdem noch.

So laufen meine Pferde z.B. alle auch mit anderen Trensen. Wer unsere Bilder so verfolgt, sieht dass man bei uns eigentlich alles sieht. Vom kombinierten ( mit korrekt verschnalltem Sperrriemen) über das Englische in der Kandare oder auch das mexikanische, das wir vor allem im Springen oder im Gelände einsetzen.

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Nun aber zum Micklem, um das es heute geht.

Optisch hat es mich ja noch nie begeistert. So ein schönes Kombiniertes mit breitem Lackreithalfter und einem schönen Stirnband macht für mich doch gleich was her. Das kann man dem Micklem auf den ersten Blick mal nicht nachsagen. Da ist es schon gut, wenn das Pferd von Natur aus ein hübsches Köpfchen hat, da ein Micklem es nicht schöner macht.

Auch das dezente, gerade Lederstirnband mit dem das Micklem geliefert wird, wird bei uns schon ausgetauscht, bevor es das erste Mal am Pferdekopf ist. Gut, dass wir bei uns im Stall genug Menschen haben, die niemals ein Glitzerstirnband nützen würden, da finden unsere aussortierten wenigstens Verwendung.

Wir haben in den Micklems immer die Magic Tack Fineline Swing Stirnriemen, die es sogar mit extra Micklemschlaufe gibt.  Wofür man die braucht?

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Im Gegensatz zu normalen Trensen hat das Micklem sehr wenig Leder. Das breite, anatomisch geformtes Genickstück mit Verjüngung an den Ohren scheint den Pferden super angenehm zu sein. Mehr ist da oben aber nicht. Kein Reithalfter, was extra eingesschnallt ist, kein unnötiges Lederzeug im Genick, keine schmalen Riemen, die zusätzlichen Druck verursachen. Aber dadurch braucht man halt eine schmalere Schlaufe, sonst rutscht das Stirnband.

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Was mir bei jeder Trense sehr wichtig ist, ist, dass das Stirnband groß genug ist. Lieber einen Tick zu groß als zu klein. Zu enge Stirnbänder ziehen das Genickstück der Trense nach vorne und drücken entweder hinter den Ohren oder ziehen sogar die Backenstücke in Richtung Augen. Beides ist unangenehm für das Pferd.

Die Backenstücke des Micklems sind einfach verstellbar. Gerade für mich, die es auf vielen verschiedenen Pferden nutzt ( unser schwarzes passt sowohl auf den kleinen Doubti, als auch auch dem Riesenschädel Calle) und ist für mich mit zwei Handgriffen zu verstellen.  Ich muss nicht zusätzlich noch das Reithalfter anpassen, da alles zusammen hängt.

Gerade weil die Trense bei uns so häufig im Gebrauch ist und praktisch dauerhaft verschnallt wird, kann ich mit gutem Gewissen von der Lederqualität begeistert sein. Dieses ständige hin und herschnallen führt bei billigen Trensen oft zu brüchigem Leder, das Micklem lässt sich das anstandslos gefallen, wird aber natürlich auch entsprechend gepflegt.

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Wir nutzen das Micklem derzeit in Kombination mit einem Nathegebiss, da unsere Pferde sich das so ausgesucht haben. Vor allem Ginny und Paul haben auf den Metallgebissen immer recht viel geklappert und zuviel gekaut. Das hatte schon nichts mehr mit angenehmen Kauen mit geschlossenem Maul zu tun sondern war eher ein für Pferd und Reiter nerviges rumhacken auf dem Gebiss. Man hatte damit zwar nichts in der Hand, hat aber auch keine echte Verbindung bekommen. An das Nathe gehen unsere Pferde besser ran, man bekommt einen angenehmen Druck auf die Hand, die Pferde arbeiten mit dem Gebiss und versuchen sich nicht davor zu verkriechen.

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Und genau das ist auch der Effekt, den wir am Micklem mögen. In der Beschreibung des Herstellers steht, dass der Druck durch die Form anders verteilt ist, erstens im Genick durch das breite, anatomische Genickstück, und zweitens durch die Lage des Reithalfters, das ganz bewusst empfindliche Nervenbahnen ausspart, die unterhalb des Jochbeins verlaufen. Ich lasse das mal so stehen, ich war selbst am Anfang skeptisch, da ich ja meine anderen Reithalfter auch nicht so zuschnüre, dass ich das Gefühl habe, damit irgendwelche Nervenbahnen abzuschnüren, aber es stimmt tatsächlich. Viele Pferd gehen mit dem Micklem einfach zufriedener.

Quelle: www.reitsportfundis.de Originalbild vom Hersteller

Ich sage bewusst “viele Pferde”. Ich habe (Beritt) Pferde, die damit deutlich besser gehen, welche, bei denen man keinen Unterschied merkt, aber keins, das damit schlechter geht.

Wie schon anfangs erwähnt ist das Micklem keine Wunderwaffe. Und es hat ja auch seinen Preis. Dieser Preis rechtfertigt sich durch die Lederqualität und die Funktion, bei guter Pflege werdet ihr lange Spaß daran haben.  Aber auch ich würde es mit nicht blind kaufen, einfach mal so zum probieren. Ich selbst hatte die Möglichkeit es bei einer Stallkollegin zwei Wochen lang zu probieren und als ich gemerkt habe, dass der Wohlfühlmodus keine Eintagsfliege, sondern auch bei häufigem Gebrauch anhält, habe ich es mir gekauft.

Mein erstes war das ganz normale Micklem Competition in schwarz und in Größe Vollblut. Auch hier war gut, dass ich es vorher probieren konnte  und daher auch gleich die richtige Größe wusste. Größe VB ist für mich perfekt, da es, wie schon erwähnt, so verschnallbar ist, dass es sowohl auf die kleinen Endmaßponys als auch auf Calle, Pluto oder Quentina passt die ja einen Kopf im Ausmaß eines Einfamilienhauses haben.

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Inzwischen ist noch ein weiteres bei uns eingezogen, da zwar die Trense auf alle Pferde passt, aber eben das Gebiss nicht. Und so haben wir nun noch ein braunes Micklem dazu gekauft. Diesmal ist es aber das Modell Deluxe. Das hat etwas unterlegte Riemen und eine weiße Bestickung auf dem Nasenriemen. Optisch macht es schon mehr her, als das Grundmodell, aber es ist auch steifer. Wir nützen es noch nicht lange und gehen davon aus, dass es bei häufigerer Nutzung noch weicher wird und sich dadurch auch besser am Pferdekopf anliegt.

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Nur der Vollständigheit halber. Das Micklem wird mit Clips für das Gebiss geliefert. Diese haben wir noch nie genutzt, da sie auf dem Turnier sowieso nicht erlaubt sind. Ebenso haben wir keinen Ring auf dem Nasenriemen, mit dem man es wohl im Sinne eines Kappzaumes nutzen könnte.

Für alle, denen das Micklem optisch immer noch zu langweilig ist, ich habe gesehen, dass man es bei Elke Lutz im Glitzerparadies noch aufhübschen kann, indem sie euch Swarovskisteine ganz nach eurem Geschmack einnäht.

produktplatzierung

 

  1. grüncram

    Meine Stute trägt auch seit dem Spätsommer letzten Jahres ein Micklem und läuft in allen Disziplinen sehr zufrieden damit. Und ich muss sagen – ich wurde sogar speziell wegen der Optik darauf aufmerksam. War ein Hingucker auf einem Turnier und dann fing meine Recherche darüber an. 🙂

    1. teamkaupp

      Witzig, ich bin wohl eine der wenigen, die sich an die Optik erst gewöhnen musste. Inzwischen finde ich es auch echt schön. Aber die Wirkung auf fast alle Pferde ist wirklich nicht zu toppen, auch, wenn ich nicht wirklich erklären kann, warum, aber es funktioniert einfach.

  2. NH

    Toller Blog-Eintrag – muss nur bei einem Widersprechen – ich finde sie optisch ansprechend. Das war der erste Grund, warum ich mir eins gekauft habe. Nachdem ich es einige Zeit in Gebrauch hatte und wieder Mal auf die Trense umgestiegen bin, habe ich gemerkt, wie ungern er damit läuft, nachdem er sich an das Micklem gewöhnt hatte.
    Ich muss nach dem Reiten immer aufpassen, dass er sich nicht mit der Trense scheuert und den Sperrriemen so abscheuert – das geht mit dem Micklem nicht mehr und sein Scheuerbedarf ist auch deutlich geringer.

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